Mittwoch, 22. Juni 2016

Wieder was dazu gelernt: zu Besuch bei Step by Step und Coocazoo in Monheim - die bunte Welt der Schulranzen und Rucksäcke

Als wir letztes Jahr im Frühling von Frankreich nach Deutschland gezogen sind, kam mein Löwenjunge ja kurz danach auch in einen deutschen Kindergarten. Er war Vorschulkind und nur noch von April bis Juli ein deutsches Kindergartenkind.

Wenige Tage in Deutschland, bekamen wir schon leicht entsetzte und fragende Blicke mit dem Untertitel: "Was? Ihr habt noch keinen Schulranzen für den Löwenjungen? Dann wird es jetzt aber Zeit, weil die Kinder dürfen bald mit ihrem Schulranzen in den Kindergarten kommen!"

Schulranzen in Frankreich

Irgendwie hatte ich in Frankreich den Hype um den Schulranzen gar nicht mitbekommen. An unserer Ecole Maternelle waren auch die ersten beiden Grundschulklassen untergebracht. Ich kann mich nicht erinnern, dass es einen bestimmten Schulranzen-Typ gab. Einige hatten Rucksäcke, viele einen Trolley, aber so richtige Schulranzen in rosa-blinkend mit Einhörnern, Piratenschiffe oder Polizeiauto? Nein, ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern. Und auch aus meiner Kindheit kannte ich eigentlich nur diese 2-farbigen Uni-Sex-Modelle, eine Prinzessin war da nicht drauf, nein, er war einfach nur blau und rot.

Natürlich bekam der Löwenjunge das mit dem Schulranzen nun auch mit. "Mama, wann bekomme ich denn endlich einen? Ich will einen Piratenschulranzen! Alle anderen Kinder haben schon einen!"

Schulranzen in Deutschland

Beim googeln traf mich leicht der Schlag, als ich mir die Preise der gängigen Modelle ansah. Nicht gerade wenig, aber vernünftig schienen die ja schon zu sein. Immerhin würde er damit mindestens 4 Jahre rumlaufen müssen und ich würde ihn nicht, wie ich es in Frankreich wegen der Entfernung hätte machen müssen, ständig mit dem Auto bringen. Der Ranzen müsste für meinen zierlichen Löwenjungen mit 1m20 schon gut zu tragen sein.

Bei einem Einkaufsbummel nur mit meinem Mann, liefen wir an einem Fachgeschäft für Koffer und Schulranzen vorbei. Wir sahen "den" Schulranzen für den Löwenjungen: Blau und mit Piratenschiff vorne drauf. Weil es ein Vorjahresmodel war, kostete er auch noch deutlich weniger. Wir ließen uns beraten, denn die Marke hatte ich vorher noch nie gehört. Wie denn auch. Deutschland hatte ich mit einem frischen Kindergartenkind verlassen, was interessierten mich damals auch die Schulranzen, das war doch noch total weit weg!
Die Verkäuferin erklärte uns die Details und bot uns an, den Ranzen zurückzulegen, weil das Schulkind ihn ja unbedingt anprobieren sollte, denn nicht jeder Schulranzen sei für jedes Kind geeignet. Gesagt, getan, der Löwenjunge probierte am Nachmittag den Schulranzen, war sofort begeistert, (klar, wegen dem Piratenschiff) der Schulranzen wurde gekauft.

Seit September 2015 ist der Schulranzen nun im Einsatz und wir sind wirklich sehr zufrieden. Und so ein Schulranzen muss ja echt so einiges aushalten... Ach ja, es ist übrigens dieser hier und von Step by Step:



Warum ich euch das alles erzähle? 

Eigentlich war das Thema Schulranzen für mich ja damit erst mal abgehakt, das Winterkind geht noch mindestens 3 Jahre in den Kindergarten. Aber ich habe dann vor kurzem eine Einladung zu dem Bloggerevent Huckepack 2016 in Monheim bekommen. Eingeladen haben Step by Step und Coocazoo.
(Letztere Marke musste ich, zugegeben, natürlich erst mal wieder googeln, aber das Thema Schulrucksäcke für größere Kinder habe ich nun wirklich erst mal noch verdrängt!)

Also fuhr ich vergangenen Donnerstag nach Monheim, weil das mit knapp 2 Stunden Fahrt noch gut für mich zu erreichen ist. Tsja und was soll ich sagen? Es war ein richtig schöner und spannender Tag.



#Huckepack2016


Zusammen mit meinen Bloggerkolleginnen Andrea von Me Working Mom, Susanne von Ich lebe! Jetzt!, Melanie von Isar Mami, Sandra von Kleine Familienwelt, Jenny und Natascha von Kinderglück - Der Familienblog und die Schwestern Mia und Steffi vom Onlinemagazin Mamazine wurden wir in die bunte und vielfältige Welt der Schulranzen und Rucksäcke eingeführt.




Das Programm war recht kurzweilig und die Atmosphäre war einfach toll. Das Team von Step by Step und Coocazoo, was uns den ganzen Tag über begleitete war nicht nur total nett, sondern sie suchten auch immer den Dialog mit uns. Natürlich wurde auch diskutiert, warum es nicht wirklich "unisex-Modelle" gibt, sondern entweder Mädchen- oder JungenSchulranzen. Die Antwort war ehrlich: "weil der nicht gekauft wird".

In kleine Vorträgen über die Herstellung, Designs, Verarbeitung und auch dem richtigen Trageverhalten habe ich einiges dazu gelernt. Auch ist mir jetzt klar geworden, warum ein deutscher Schulranzen soviel Geld kostet und ich kann sagen, in den meisten Fällen ist er auch sein Geld wert. Natürlich gibt es in Deutschland zig Vorschriften und DIN-Normen, der Schulranzen muss ja verkehrstauglich und rückenschonend sein. 

Sogar Kindergartenrucksäcke gibt es, einfach zu niedlich. 



Kreativ durften wir dann zwischendrin auch noch sein. Na ja, ich und basteln ist ja eine andere Geschichte, aber am Ende hat das doch alles sehr viel Spaß gemacht. Sogar mir "Bastelmutti"...



Am Besten fand ich dann aber unseren Besuch in der Qualitätssicherung. Hier standen verschiedene Maschinen, allesamt übrigens selbst erfunden um die Belastbarkeit der Schulranzen "wie im echten Schülerleben" zu testen.

Diese Maschinen schaukelten die Schulränzen hin und her (ich weiß nicht mehr wie viele 1000 Male), zerrten an den Trageschlaufen oder ließen den Ranzen immer und immer wieder aus 2 Meter Höhe fallen. Das hätte meinen Jungs auch gefallen, da mal reinzuschauen.

Danach gab es noch einen Vortrag von Tanja, die extra vom Gütesiegel AGR (Aktion gesunder Rücken)  anreiste. Diese neutrale und unabhängige Institution vergibt das Siegel nur an Produkte, die wirklich helfen, Rückenschmerzen zu vermeiden.
Die Gütesiegel-Kriterien bei Schulranzen und Rucksäcken sind z.B. das Leergewicht, mehrere Fächer, (damit schwere Bücher nah am Körper platziert werden können), gut gepolsterte ausreichend breite, leicht verstellbare und rutschsichere Tragegurte etc...



Nach diesem interessanten Tag wurden wir noch zu einem gemütlichen Abendessen eingeladen und konnten uns gemeinsam austauschen. Wir haben über alles Mögliche gequatscht, vom Familienurlaub bis hin zu verschiedenen Blogger-Erfahrungen. Es war ein lustiger und entspannter Abschluss für einen tollen und informativen Tag. 



Ich habe dann zwar das Deutschland-Fußballspiel verpasst, da ich erst um 22:30 Uhr wieder nach Hause kam, aber das war es allemal wert.

Solltet Ihr also Fragen haben, mit Schulränzen kenne ich mich jetzt, glaube ich, aus :-)


Gros Bisous

Eure Tanja






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen