Samstag, 30. Januar 2016

Das ist Dein Leben - meine ersten Friday Fives 2016

Das neue Jahr ließ mir bis jetzt kaum Zeit zum Schreiben. So vieles liegt grad an, da bleibt einfach immer etwas auf der Strecke.
Als ich heute morgen in die Arbeit fuhr, hatte ich aber plötzlich einen "ganz bewussten Moment".  
Im Radio lief "Das ist Dein Leben" (von Philipp Dittberner) und so hing ich meinen Gedanken nach und lauschte dem Liedtext. 
Der Tag war fast frühlingshaft, die Sonne strahlte schon vom blauen Himmel, die Vögel zwitscherten viel lauter als die Tage zuvor und die Luft roch irgendwie auch schon nach Frühling. Tatsächlich waren am Straßenrand erste gelbe Krokuss-Knospen aus dem Boden "geschlüpft"! Dabei waren meine Kinder doch vor ein paar Tagen noch das erste Mal auf den Skiern gestanden... Eben noch im Winter und schon wieder alles vorbei. 

Manchmal muss man direkt mal anhalten und stehen bleiben um Schritt zu halten, geht Euch das auch so?

Die letzte Woche brachte viele Gründe, um dankbar zu sein, obwohl sie sich gut versteckt hatten im Trubel des Alltags. 
Höchste Zeit, mal wieder nach meinen Friday Fives zu grübeln!




Das ist Dein Leben
Solche Lieder, die einen immer mal wieder zum anhalten erinnern. Es gehört alles dazu, zu Deinem Leben. Immer wieder aufstehen und weiter gehen. Denn es bleibt nicht stehen und geht immer weiter. Bewusst Momente genießen und schöne Erinnerungen aufsaugen, Lachen, Lieben, weinen... Dankbar sein...

Mein Netz aus Familien und Freunden das mich hält
Wenn ich unter der Woche oft alleine mit den Jungs bin, wird mir wieder bewusst, wie wichtig so ein Auffangnetz ist und was ich die Jahre zuvor in der Ferne so vermisst hatte. Da ist die Familie, die einspringt wenn ich zum Elternabend muss, meine Trommellehrerin, die mich nun spontan vormittags mit den Senioren weiter trommeln lässt, weil ich abends nicht weg kann, eine kurze Nachricht von lieben Freundinnen, die Dir einfach das Gefühl geben, sie sind immer da wenn es drauf ankommt, auch wenn man sich nicht so oft sieht. Zu wissen, man ist einfach nicht alleine... Danke!

Mein toller Löwenjunge und seine Sicht der Dinge.  

Am Donnerstag brachte mein Löwenjunge folgendes Arbeitsblatt nach Hause: 



Sie sollten alle unsinnigen Sätze durchstreichen. Mein Löwenjunge hatte nur den obersten Satz durchgestrichen: 
"Meine Mutter schreit."
Er erklärte es so:
"Meine Mutter schreit ist ja unsinnig. 
Meine Tanten hab ich weinen gesehen, als Oma starb. Und wenn Oma im Himmel Schnee macht, dann schneit sie. Ist doch logisch, oder?" 

Da ging mir so unendlich das Herz auf!

Eigentlich ist das alles gar nicht so schlimm 
Letzte Woche hörte ich den ganzen Vormittag im Radio von einer Vollsperrung der Autobahn wegen einem Verkehrsunfall. Man hört sowas nebenbei und macht sich keine großen Gedanken wenn man nicht grad selbst davon betroffen ist. Man macht mit seinem eigenen Kram weiter. Dieser Tag war besonders anstrengend. Ich hatte Kopfweh, die Jungs stritten sich wegen jeder Kleinigkeit, das Winterkind hatte Wutausbrüche ohne Ende und ich freute mich auf den Abend, wenn sie dann mal friedlich im Bett liegen und schlafen würden. Dann bekomme ich mit, dass bei dem Autounfall ein junger Familienvater um's Leben gekommen ist und das trifft mich so mit voller Wucht, dass mir mein anstrengender Tag wie ein Geschenk vorkommt. Wie schnell verändert sich ein ganzes Leben durch einen Schicksalsschlag. Meine Gedanken sind bei der Mutter, deren heutiger Tag sicher ihr Leben verändern wird.


Noch mehr Friday Fives findet Ihr bei Nadine von Buntraum




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Über Deinen Kommentar freue ich mich immer ganz besonders, denn es 
bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. Merci


Kommentare:

  1. Das sind wunderschöne Friday Fives liebe Tanja. Und ich finde es sehr schön und bewundernswert, dass "meine Mutter schreit" bei euch unsinnig ist. Da arbeite ich noch an mir... Falls du Tipps hast, um auch an anstrengenden Tagen ruhig zu bleiben, ich nehme sie gerne.
    Liebe Grüße
    Sternie

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    1. Liebe Sternie. Ich hätte es selbst auch nicht gedacht, eigentlich kommt es mir selbst schon so vor, dass ich auch mal lauter werde, wenn ich richtig stinkig und gestresst bin, aber ich brülle sie eben nicht an, vielleicht kommt das dann eben bei ihnen auch gar nicht so als schreien an. Habe mich selbst echt gewundert. Generell bin ich eben ein eher leiser Mensch und in meinem Elternhaus wurde auch nie rum geschrien. Vielleicht kann man eben manchmal gar nicht aus seiner Haut? Hauptsache ist in meinen Augen, den Respekt nicht zu verlieren, dann fällt es einem auch leichter. Ich frage mich immer, würde ich so mit meinem Partner reden oder würde ich wollen, dass man mit mir so redet?
      Klappt aber auch nicht immer. ;-) Mal mehr, mal weniger....
      Liebe Grüße
      Tanja

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  2. Hallo Tanja, ja, wie recht Du hast. Man darf es mal kurz satt haben, wenn einem alles zu viel wird - manchmal ist es ja auch einfach körperlich bedingt, wenn es einem selber nicht gut geht, der Kopf schmerzt, der Schlaf fehlt. Schön, wenn man sich immer wieder bewusst wird - das gehört zum Leben! Schön, das wir es haben!
    Einen wunderschönen kraftschenkenden Sonntag wünsch ich Euch
    - über die Hausaufgaben hab ich schon bei fb geschmunzelt. Vielleicht lässt Omi nach dem Sturm ja die Sonne wieder scheinen :-)

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    1. Danke meine liebe Petra für Deine lieben Worte.
      Habt auch einen wunderschönen Sonntag <3

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