Montag, 7. Dezember 2015

Bloggers Weihnacht 2015 - das 7. Türchen mit Nathalie von GANZ NORMALE MAMA


Ideale sind wie Sterne.
Man kann sie nicht erreichen,
aber man kann sich an ihnen orientieren.
(Carl Schulz)




Mit meinem 7. Türchen der Bloggers Weihnacht wünsche ich Euch einen stressfreien Start in die neue Woche.

Auch heute habe ich wieder eine ganz wundervolle Bloggerin für Euch, die mir meine Advents- und Weihnachtsfragen beantwortet hat: Nathalie ist Journalistin und Mama von zwei meist sehr süßen kleinen Jungs (2 und 4 Jahre alt). In ihrem Blog Ganz Normale Mama schreibt sie über den ganz normalen Alltag – meistens lustig, meistens mit schwarzem Humor. Denn das macht das ganze Chaos leichter. Derzeit hat sie auch eine spannende Interviewreihe Geheimtricks im Umgang mit Kindern
auf ihrem Blog, da verraten andere Mütter ihre Tricks zum Beispiel bei Trotzanfällen oder wie man entspannt mit Kindern in´s Restaurant gehen kann. Nathalie und ihren Blog kann ich Euch also nur an´s Herz legen, falls das nicht schon längst geschehen ist.

Unsere Woche wird super anstrengend, am Wochenende hat das Winterkind seinen 3. Geburtstag, wir haben Weihnachtsfeiern und Elternstammtisch und viel zu wenig Zeit. Also kurz durchatmen und Euch wünsche ich nun viel Spaß mit


Nathalie´s Weihnacht



Zuerst ein kleiner Rückblick: für was bist Du in diesem Jahr besonders dankbar?

Ich bin dankbar, dass wir 2015 alle gesund geblieben sind, abgesehen von den üblichen Erkältungen der Kinder, die ja irgendwie schon gesundheitlicher Normalzustand sind. Wir haben schöne Reisen gemacht, ich habe nach der Elternzeit einen angenehmen Einstieg ins Arbeiten gehabt, mein zweites Buch ist erschienen und ich bin einfach immer wieder dankbar, wenn ich sehe, wie meine Jungs sich entwickeln und nun auch anfangen miteinander zu spielen und sich zu unterhalten. Das macht einfach Freude!

Was war 2015 für Dich Dein wichtigster, schönster oder bedeutendster Blogbeitrag und warum?

Bei mir geht es ja meistens lustig zu. Natürlich schreibe ich auch über Ernsteres und greife auch mal so ein Thema wie #regrettingmotherhood auf. Aber ich möchte einen ganz typischen ganznormalemama-Blogpost vorstellen:10 Dinge, die ich über Mamas dachte, bevor ich selbst eine wurde (und alles revidieren musste)

In dem ging es um 10 Dinge, die ich von Müttern dachte, bevor ich selbst eine wurde. Ein ganz normaler lustiger Beitrag, wie ich viele schreibe. Aber dennoch etwas Besonderes: Aus unerfindlichen Gründen (ich finde nämlich, ich habe viel bessere Beiträge geschrieben) wurde der Blog im Netz unheimlich oft geteilt und an einem einzigen Wochenende sage und schreibe 38. 000 mal gelesen. Das hat mich echt umgehauen! Mit eben jenem Blogeintrag wurde ich also irgendwie bekannter und auch die Brigitte Mom nahm den als Anlass, mich zum Blogliebling zu küren. Das war also ohne Zweifel ein Blogpost mit Bedeutung. Ich staune immer noch, wie die Resonanz ist und habe das Warum noch nicht so ganz ergründet.

Gibt es ein bestimmtes Projekt oder etwas, was Dir besonders am Herzen liegt und was               Du hier gerne vorstellen möchtest, warum unterstützt Du es, wie könnten andere helfen?

Ich bin als Journalistin mehrmals im Jahr in Entwicklungsländer gereist, um dort über das Leben von Frauen und Kindern zu berichten. Besonders gut haben mir dabei Entwicklungshilfeprojekte von Plan International gefallen, denn bei denen steht das Recht des Kindes im Mittelpunkt. Eine Patenschaft für ein Kind über Plan kann ich ohne schlechtes Gewissen empfehlen – Ihr ändert wirklich etwas damit!   

Wie erlebt Ihr die Adventszeit als Familie? Gibt es bestimmte Familienrituale bei Euch in der Advents- und Weihnachtszeit?  

Den Zauber von Weihnachten versteht man erst mit Kindern richtig! Es ist wundervoll und ich liebe die Weihnachtszeit! Wir machen all das, was es auch in meiner Kindheit gab. Ich möchte, dass meine Kinder auch einmal dieses wohlig-gemütliche, liebevolle Gefühl mit Weihnachten verbinden, wie ich es tue. Deshalb gibt es Rituale wie den Adventskranz, das adventliche Kaffee- und Plätzchenessen, das Plätzchenbacken, das Weihnachtsliedersingen, den selbst befüllten Adventskalender, die Nikolausstiefel, den Weihnachtsmann, die Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, das gemeinsame Schmücken des Hauses und des Tannenbaums. Im Dezember machen wir es uns gemütlich!

Was darf an Weihnachten für Dich auf keinen Fall fehlen?

Die Familie. Das Zusammensein. Weihnachtslieder. Gutes Essen. Plätzchenbacken. Tage, an denen man den ganzen Tag im Schlafanzug herumhängt und die Gemütlichkeit genießt.

Wie feiert Ihr Weihnachten und findest Du das auch gut oder würdest Du gerne etwas verändern, wenn Du könntest?

Seit ich Mama bin, ist es alles noch zauberhafter. Wir schmücken vormittags am Heiligabend den Tannenbaum, dann gehen wir spazieren, so wie ich es als Kind auch immer gemacht habe. Abends klopft es dann auf einmal und ein Sack Geschenk steht vor der Tür. Der Weihnachtsmann hat ja so viel zu tun, dass er leider nur die Geschenke vor die Tür legen kann. So war es früher schon bei uns…Mal sehen, noch glaubt mein Großer an den Weihnachtsmann und ich will ihm den Zauber noch lassen. Aber ich befürchte, der Kindergarten tut sein Übriges (also nicht der Kindergarten, vielmehr die großen Kinder dort), ich glaube, dieses Jahr ist das letzte Jahr mit Weihnachtsmann. Wir versuchen Weihnachten sehr gemütlich zu machen, uns nicht zu stressen und vor allem die Kinder in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist ihr Tag. Und ihre Erinnerung, die sie später an ihre Kindheit haben werden. Sie sollen sich später nicht an ein perfektes DIY-dekoriertes Haus und perfekt abgestimmtes 5-Gänge-Menü erinnern, sondern an diese zauberhaften Tage ohne Druck und Stress. An Gemütlichkeit, Familienzeit, Zeit zum Spielen, Geschenke ausprobieren, den Lichterglanz in der Stadt. Womit wir bei der nächsten Frage wären…

Euer Weihnachtsessen?

Bei uns gibt es Raclette, das kann man schön vorbereiten und alle haben was davon. Jeder kann sich nehmen, was er will und zum Nachtisch dann noch Eis für die Kinder. Alles ohne Stress. Letztes Jahr dachte ich, ich müsste auch mal eine Entenbrust machen und es war ziemlich chaotisch. Ein Irrsinn, mit zwei kleinen Kindern ein Essen zu zaubern, was auf den Punkt gegart werden muss! Das mache ich nicht noch mal.    

Was wird für die Kinder unter dem Weihnachtsbaum liegen?

Mein Großer bekommt einen Holz-Bauwagen für Puppen. Der steht in einem Geschäft im Schaufenster, an dem wir jeden Morgen vorbeikommen. Seit einem Jahr bleibt er stehen und sagt jedes Mal: „Den hätt ich so gerne.“ Dieses Jahr hat der Weihnachtsmann ihn gehört! Der Kleine bekommt irgendwas mit Baggern, er steht total drauf. Wir versuchen, die Jungs nicht zu überfrachten. Aber sie lieben das Auspacken, das ist eigentlich das Wichtigste, so dass wir die Geschenke in noch kleinere Einheiten aufteilen, so dass sie möglichst viel auspacken dürfen.

Welches ist DEIN Weihnachstlied?

In dulci Jubilo. Da bekomme ich Gänsehaut, ich liebe die Melodie!

Dein ganz persönlicher Weihnachtswunsch 2015?

Meinem Mann erzähle ich seit Wochen, dass mein Portemonnaie dabei ist, in Einzelteile zu zerfallen. Mal sehen, ob er den Wink mit dem Zaunpfahl versteht. Aber was ich bekomme, ist seit ich Kinder habe, nicht mehr wichtig. Es bringt viel zu viel Spaß, ihnen beim Auspacken zuzugucken  - letztes Jahr habe ich ganz vergessen, meine Geschenke auszupacken!

Befrage Deine Kinder: Was ist Weihnachten? 

Der Kleine ist grad 2 geworden. Er guckt mich nur mit großen Augen an und sagt: Essen. Tja.
        
Der Große ist viereinhalb und sagt: Plätzchen backen. Weihnachtsmann. Kindergarten ist zu.            Lieder singen. Und er wünscht sich Schnee! Aber bei uns an der Küste schneit es manchmal den ganzen Winter lang nicht... 

Was versteckt sich hinter Deinem heutigen Tafjora-Türchen? 
 
Ich habe einen Reisetipp für Familien im Gepäck: der Kinderweihnachtsmarkt in Lübeck. Wir wohnen nämlich in der Weihnachtsstadt des Nordens. So nennt sich meine Stadt – und das ist kein leeres Versprechen. Die ganze Altstadt ist ein riesiger Weihnachtsmarkt, alles leuchtet, alles ist dekoriert und es gibt viele Weihnachtsmärkte in der gesamten Innenstadt. Wir wohnen mitten in der Altstadt und wenn ich morgens die Kinder wegbringe, komme ich an den ganzen Buden vorbei. Ich liebe diesen Geruch und die Stimmung! Und besonders schön für Familien ist der kleine Familienweihnachtsmarkt ganz in der Nähe von unserem berühmten Holstentor. Dort sind kleine Wichtelhäuser, in denen die Kinder spielen können, eine Eisbahn und nur ganz wenige Buden mit schönen Sachen und natürlich Kinderpunsch. Wenig überlaufen, deutlich ruhiger als der Rest und sehr entspannt.
 




Liebe Nathalie, 
Dein Interview hat mir großen Spaß gemacht und ich bedauere es richtig, dass wir so weit weg von Lübeck wohnen. Aber wie schon versprochen, sollte ich irgendwann mal doch in Deine Nähe kommen, dann gebe ich vorher unbedingt bescheid.

Ein ganz herzliches Dankeschön und eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit für Euch.


Euch wünsche ich einen stressfreien Montag und schaut morgen unbedingt wieder vorbei, denn meine Bloggers Weihnacht ist so schnell noch nicht rum.

Gros Bisous
Eure Tanja









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Kommentare:

  1. Ich finde auch das Zugucken beim Geschenkeauspacken der Kinder spannender als alles andere :)

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  2. Geht mir genau so. Das Allerschönste überhaupt. Sie können sich noch soooo schön von Herzen freuen. Und das Leuchten der Kinderaugen- das schönste Geschenk! <3

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