Donnerstag, 24. Dezember 2015

Bloggers Weihnacht 2015 - das 24. Türchen mit Anna von BerlinMitteMom



Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe,
diese drei, 
aber die  Liebe ist die größte unter ihnen
(1.Korinther 13.13)


Mit diesem wunderschönen Bibelspruch möchte ich die diesjährige Bloggers Weihnacht beenden. Es hat mir so unglaublich viel Spaß gemacht, Euch die unterschiedlichsten Blogs und Blogger(innen) vorzustellen und etwas mehr über ihr Weihnachten zu erfahren.

Das letzte Türchen wird geöffnet, die Geschenke sind (hoffentlich) verpackt und nun endlich ist Weihnachten da.
Gestern durften wir Elternsprecher uns in die Weihnachtsfeier der Grundschule des Löwenjungen reinschleichen und sie hatten einen Baum bunt geschmückt mit selbst gebastelten Sternen. Darauf sollten die Kinder ihre Geschenke schreiben, die sie ohne Geld kaufen könnten.
Ein Lächeln. Eine helfende Hand. Sich mehr um andere kümmern. Nicht so viel streiten. Ein nettes Wort. Liebe...

Und mit all dem Stress in der Weihnachtszeit wünsche ich Euch und mir, dass wir das Wichtigste nicht vergessen. Denn Weihnachten ist und bleibt das Fest der Liebe.

Meine Bloggerin des letzten Türchens, passt, wie ich finde, ganz wunderbar genau und gerade heute hier her. Anna von BerlinMitteMom hat sich die Zeit genommen, mir meine Fragen zu beantworten. Meine Interviewanfrage platze irgendwie genau da rein, als sie auf ihrem Blog schrieb, dass sie und ihre Familie spontan eine Flüchtlingsfamilie mit einer hochschwangeren Frau aufgenommen hatte. (Ab heute sind wir acht - eine Flüchtlingsfamilie in meinem Gästezimmer) Ich hätte es also mehr als verstanden, wenn sie kurzfristig doch noch abgesagt hätte, aber ich glaube, da ist sie so wie ich, wenn ich was zusage, dann versuche ich es auch einzuhalten.
Als ich dann kurz danach Meine komfortzone ist kaputt und das ist ok  dachte ich mir "Wow. genau das ist Weihnachten." Wenn jemand einfach so mal macht und Punkt. Ich finde das stark und mutig.

Anna und ihren Blog muss ich vermutlich niemanden vorstellen, denn wahrscheinlich kennt ihr sie schon. Ich las ihren Blog schon, als ich noch nicht mal im Traum an meinen eigenen Blog dachte.

Ich mag einfach Menschen, die mit Herz und Verstand schreiben, reden und auch handeln. Darum alleine empfehle ich Euch BerlinMitteMom.

Bevor es nun endlich los geht, möchte ich Euch noch schnell meine Weihnachtswünsche da lassen. Euch und Euren Liebsten wünsche ich ein wunderschönes, entspanntes, frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Genießt diese ganz besonderen Stunden des Jahres und lasst Euch von nichts und niemanden ärgern. Für alle, die gerade zu Weihnachten jemanden ganz besonders vermissen, wünsche ich viel Kraft, denn gerade Weihnachten fühlt sich Vermissen noch viel schlimmer an.

Einen besonderen Gruss daher auch an alle Familien die Weihnachten nicht gemeinsam verbringen können, weil sie arbeiten müssen oder im Krankenhaus sind, weihnachtliche Grüße an alle unsere Soldaten und Einsatzkräfte im Ausland, auch für Euch ist Weihnachten vielleicht dieses Jahr ganz anders als sonst.

Von Herzen allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und schöne Festtage.

Und jetzt mache ich Platz für

Anna´s Weihnacht




Zuerst ein kleiner Rückblick: für was bist Du in diesem Jahr besonders dankbar?

Es gibt vieles, wofür ich dankbar bin: dass meine Liebsten alle gesund und munter sind zum Beispiel. Und dass wir in diesem Jahr so viele Gelegenheiten wahr genommen haben, mit unseren Geschwistern und Eltern und überhaupt der Großfamilie zusammen zu sein. Besonders dankbar bin ich für zwei Dinge: für die gesunden Geburten meines Neffen und meiner Nichte, die in diesem Sommer die Familie um zwei wunderbare Seelchen vergrößert haben. Und für die Möglichkeit, mit meinem Mann und meinen Kindern unsere Komfortzone bewusst zu verlassen und einer Familie aus Afghanistan bei uns Unterschlupf bieten zu können. Ich habe viele Wochen viel gespendet und immer das Gefühl gehabt, ich müsste, ich k ö n n t e  mehr tun. Als die kleine Flüchtlingsfamilie dann bei uns war, war klar, was das Mehr ist.

Was war 2015 für Dich Dein wichtigster, schönster oder bedeutendster Blogbeitrag und warum?

Sicherlich die beiden Beiträge über unsere afghanische Familie in unserem Gästezimmer. (Ab heute sind wir acht - eine Flüchtlingsfamilie in meinem Gästezimmer) Meine komfortzone ist kaputt und das ist ok )
Dieses Erlebnis hat uns alle sehr bewegt und auch verändert, es war wichtig für mich, das zu verbloggen. Dann zu sehen, wie der Beitrag aufgenommen wurde, wie er immer weiter verbreitet und damit die Botschaft der Menschlichkeit weiter getragen wurde, war wunderbar. Ich glaube an den Domino-Effekt: wer sieht, wie andere etwas für Menschen in Not tun, denkt über seine eigenen Möglichkeiten zu helfen plötzlich anders nach – und bewegt sich.

Gibt es ein bestimmtes Projekt oder etwas, was Dir besonders am Herzen liegt und was Du hier gerne vorstellen möchtest, warum unterstützt Du es, wie könnten andere helfen?

Ich bin für einige Projekte Langzeit-Unterstützerin, so zum Beispiel bei World Vision, wo wir als Familie drei Kinder mit Patenschaften monatlich unterstützen. Aber man kann auch mit viel weniger helfen, zum Beispiel mit der tollen App „Share a Meal“, wo man konkret etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann. Ansonsten stehe ich dem Verein „Be an angel“ meiner Freundin Tanya von Lucie Marshall hier in Berlin sehr nahe, der sich ganz konkret für Flüchtlinge hier vor Ort stark macht.

Wie erlebt Ihr die Adventszeit als Familie? Gibt es bestimmte Familienrituale bei Euch in der Advents- und Weihnachtszeit?

Wir sind Weihnachtsmenschen, alle fünf. Wir fiebern der Adventszeit entgegen und wenn


sie da ist, legen wir los: wir hängen Lichterketten in die kahlen Büsche vor dem Haus, wir haben Adventskalender aus Papier, Schokolade, Päckchen etc. und wir schreiben Weihnachtskarten, sobald der 1. Dezember auf dem Kalender auftaucht, wir hören (und machen) Weihnachtsmusik und backen zusammen zig Sorten Plätzchen. Insofern haben wir ganz viele Rituale in der (Vor-)Weihnachtszeit. Mein Liebstes ist sicherlich der Adventskalender für meine Kinder, für die ich jedes Jahr jeweils 24 kleine Päckchen an unseren riesigen Adventskranz binde, der von der Decke hängt. Jedes Kind hat seine feste Farbe (rot, grün und gold) und darf jeden Tag ein Päckchen abschneiden. Was darin ist, ist sekundär, aber dieses Ritual ist wunderschön und ich liebe diese aufgeregte Vorfreude, mit der die Kinder jeden Morgen im Advent aus dem Bett springen und zum Adventskranz laufen. Außerdem hat meine Mutter das in meiner Kindheit schon für meine Geschwister und mich gemacht, insofern hänge ich doppelt an diesem Ritual.

Was darf an Weihnachten für Dich auf keinen Fall fehlen?

Musik. Kerzenlicht. Natürlich ein Weihnachtsbaum. Und meine Familie, versammelt um diesen Baum und ganz bewusst – zusammen.

Christkind oder Weihnachtsmann?

Christkind! Klarer Fall.

Wie feiert Ihr Weihnachten und findest Du das auch gut oder würdest Du da gerne was ändern, wenn Du könntest? Hat sich Weihnachten für Dich verändert, seit Du Mama bist?


Am Heiligabend ist meistens unser „fauler“ Tag. Alles, was vorbereitet werden muss (Geschenke verpacken, Baum aufstellen, schmücken etc.) haben wir am 23.12. abends fertig, dann wird das Wohnzimmer verschlossen und bleibt zu. Wir schlafen also aus, machen ein Frühstückspicknick in einem der Kinderzimmer auf dem Fußboden und bummeln so in den Tag. Meistens basteln die Kinder noch irgendwelche Geschenke fertig, wir essen eine Kleinigkeit und gehen dann in die Kirche. Nach dem Gottesdienst gibt es noch mal eine kleine Stärkung zu Hause, Kakao, Kaffee und Plätzchen, dann gibt es Bescherung. Ein Glöckchen klingelt, alle Kerzen sind angezündet und der Weihnachtsbaum strahlt uns entgegen. Die Kinder bestaunen den Baum und die Krippe, dann liest eins der Kinder die Weihnachtsgeschichte vor und erst danach gibt es Geschenke. Wir verbringen den Heiligabend dann mit Auspacken, viel Musik und einem guten Essen zusammen. Meistens treffen wir uns spät noch draußen mit den Nachbarn, machen ein Feuer und stoßen mit Sekt oder Glühwein an. Der Rest der Feiertage verläuft unterschiedlich. Da alle Großeltern und Geschwister nicht in unserer Nähe wohnen, fahren wir alle 2 Jahre ins Rheinland, um die restlichen Feiertage mit der Großfamilie zu verbringen. Und im Wechsel ebenfalls alle 2 Jahre kommen alle zu uns. Am 2. Feiertag veranstalten wir ein großes Familienessen mit einem ebenso großen Truthahn – wahlweise bei uns in Berlin oder im Rheinland bei meinem Vater, Bruder oder Schwester. Abgesehen von der Fahrerei ins Rheinland, die mich oft nervt, ist mein Weihnachten perfekt und ich würde nichts daran ändern. Im Prinzip ist es ähnlich wie früher bei uns zu Hause. Insofern ist mein Weihnachten immer schon so, wie es jetzt ist, nur habe ich jetzt als Mama eine andere Rolle. Die mag ich aber genauso gern wie früher die als Kind.


Euer Weihnachtsessen? 

An Heiligabend fast immer Raclette zu Hause, am 1. Feiertag in der Regel Reste von Heiligabend und/oder selbstgemachter Heringssalat (falls ich vor dem 24.12. geschafft habe, welchen vorzubereiten). Und am 2. Feiertag das große Familienfestessen mit Truthahn und Beilagen.

Was wird für die Kinder unter dem Weihnachtsbaum liegen?

Traditionell kriegen alle Familienmitglieder kuschelige Schlafanzüge. Und damit die gleich angezogen werden können, wasche ich sie vorher. Außerdem bekommen meine Leseratten alle Bücher und/oder Hörbücher. Ansonsten erfüllen wir jedem Kind einen Herzenswunsch. Beim Sohn ist das in diesem Jahr eine Nintendo DS, bei der großen Tochter ein neues Handy und bei der Kleinen eine furchtbar kitschige Weihnachtsbarbie nebst Wechselkleidung. Andere Wünsche der Kinder wie bestimmte Spiele, Lego oder Playmobil etc. geben wir an Großeltern, Tanten und Onkel weiter.

Welches ist DEIN Weihnachtslied?

Schwer zu sagen. Da mein Vater in Chicago aufgewachsen ist, sind amerikanische Weihnachtslieder  von Sinatra bis Bing Crosby hier gesetzt, aber durch meine klassische Musikausbildung ist das Spektrum natürlich viel größer. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen: in der Kirche „Adeste Fidelis“ und beim Geschenke auspacken wahrscheinlich „Little Drummer Boy“ in der Version von David Bowie & Bing Crosby.

Dein ganz persönlicher Weihnachtswunsch 2015?

Ich wünsche mir, dass unsere Kinder, alle Kinder, im Frieden leben dürfen. Ich glaube daran, dass wir alle etwas dafür tun können und unsere Komfortzonen nachhaltig verlassen müssen, um an einem echten Frieden zwischen den Menschen mitzuwirken. Vielleicht ist das kein Weihnachtswunsch, aber ich denke, das Leben in Frieden ist das höchste Gut, das wir haben. Dieses ganze Kriegsgerede der letzten Wochen macht mich verrückt! Nicht so sehr aus Angst vor Terror oder davor, dass mein Leben sich konkret verändert. Sondern weil ich nicht glauben möchte, dass wir in unserer satten (seit 1945 kriegsfreien) Gesellschaft so leicht in eine kriegerische Auseinandersetzung einwilligen – und gleichzeitig nicht bereit sind, die vielen Geflüchteten Menschen hier nachhaltig menschenwürdig aufzunehmen. Frieden. Das ist mein Wunsch für uns alle.

Befrage Deine Kinder: Was ist Weihnachten?

Lieblingsbub (8): „Das ist ein Fest, das wir feiern, weil an dem Tag Jesus geboren wurde. Und wir feiern es auch, weil er dann irgendwann wieder auferstanden ist. An einem anderen Tag, ich glaube Ostern. Es hat also was mit Liebe zu tun. Und mit ganz viel Freude! Weil wenn ein Baby geboren wird, ist das das Schönste.“
Herzensmädchen (12) und Goldkind (6) waren leider nicht anwesend


Was versteckt sich hinter Deinem heutigen Tafjora-Türchen?

Liebe Tanja, dabei muss ich leider passen. Ich habe keinen Adventskalender auf dem Blog und werde auch keinen haben in diesem Jahr. Lediglich auf Instagram habe ich mit meiner lieben Rebecca von Elfenkindberlin einen #wirteilen-Kalender gestartet, wo wir jeden Tag unter diesem Hashtag erzählen, was wir im Kleinen mit wem geteilt haben. Mitmachen können dabei alle, denen die Idee gefällt und die auch etwas Teilen möchten: ein Lächeln, ein liebes Wort, eine Idee... Ein Türchen auf dem Blog habe ich deshalb nicht.
 




Liebe Anna,
Euer Weihnachten klingt für mich genau so, wie es auch für mich war und ist. Bewahrt diesen Zauber dieser besonderen Zeit. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und frohe Festtage. Ganz herzlichen Dank nochmal, dass Du trotz der knappen Zeit die wir alle so haben, heute mitgemacht hast. Viel Glück und Gesundheit für das neue Jahr.

Bisous.

Eure Tanja


Wir lesen uns, wenn Ihr wollt, nächstes Jahr wieder.
Gerne könnt Ihr mir auf auf Facebook oder Instagram folgen, da werde ich sicherlich öfters mal kurz ein Bild oder einen Gruß hinterlassen.


Und das war die Bloggers Weihnacht 20015 - 
Danke an Euch für´s vorbei schauen und Danke an meine tollen Blogger(innen) dass Ihr dabei ward:


Türchen 1: Das Gewünschteste Wunschkind aller Zeiten...
Türchen 2: Karolin von Dachbuben
Türchen 3: Rike von Nieselpriem
Türchen 4: Küstenmami von Küstenkidsunterwegs
Türchen 5: Sabrina von Alltagsfieber  
Türchen 6: Wiebke von Verflixter Alltag 
Türchen 7: Nathalie von Ganz normale Mama 

Türchen 9: Sarah von Mamaskind.de
Türchen 10: Nadine von Sonnenscheinbaby 
Türchen 11: Thea von Ratzefatze Pustekuchen 
Türchen 12: Viola von Kinderkichern 
Türchen 13: Münstermama von Münstermama
Türchen 14: Anna von Familie Motte 
Türchen 15: Simone von KiKo & SL.Events 
Türchen 16: Bella von Familieberlin 
Türchen 17: Bettie von Frühes Vogerl 
Türchen 18: Angelika von Familie & Freizeit
Türchen 19: Alu und Konsti von Großeköpfe








1 Kommentar:

  1. Frohe und gesegnete Weihnachten liebe Tanja! Und danke für deine lieben Worte, habe dir bei mir im Blog auch schon geantwortet.
    Lg Sternie

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