Montag, 16. März 2015

You will never be completely at home again – wenn es sich seltsam anfühlt, “nach Hause” zu gehen…

“You will never be completely at home again, because part of your heart will always be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.” – Miriam Adeney



Nun ist es also nicht mehr weit, Ende der Woche kratzen wir unseren Namen von der Türklingel, verladen unser Hab und Gut sowie viele schöne Erinnerungen und treten unsere “Heimreise” nach Deutschland an.
Nach 10 Jahren werde ich in meinen “Heimatort” ziehen, den Ort an dem mein Elternhaus steht, meine Grundschule, die Kirche in der ich getauft, zur Kommunion kam, gefirmt und getraut wurde, mit dem Friedhof wo wir meine Mutter begraben haben.

Bis ich vor 10 Jahren aus meinem geliebten Ort wegzog, war ich dort so tief verwurzelt wie ein Mensch nur verwurzelt sein kann. Wegziehen war für mich zuvor nie ein Thema gewesen und ich konnte es mir auch nie vorstellen, woanders zu leben als in meiner Heimat, wo meine Freunde und meine Familie sind, wo alles so vertraut und bekannt ist. Es gab keinen Ort wo ich hätte unbedingt hätte hinziehen wollen. Es zog mich zwar in andere Länder, aber nur um dort Urlaub zu machen, spätestens nach 2 Wochen bekam ich aber überall Heimweh und freute mich immer wieder auf´s nachhause kommen.

Dann traf ich meinen Mann, dessen Wurzeln zwar auch aus meiner Gegend sind, den es aber noch bevor er 18 Jahre alt wurde beruflich in die Ferne zog und der nur noch "zu Besuch” in die Heimat kam. Bei einem dieser Besuche lief ausgerechnet ich ihm in die Arme. Aber ich und so ein "Weltenbummler"? Weg von meiner geliebten Heimat? Ein anderes Bundesland unvorstellbar, ein andres Land? –unmöglich – !!!!
Nun ja, im Leben kommt eben alles anders und erst recht nicht wie man es sich denkt, aber dieser Mann kämpfte was das Zeug hält und so kam der Tag, an dem ich heulend meine Heimat und meine Lieben verließ um diesem Mann zu folgen. Der Abschied war filmreif, ein düsteres Schneegestöber und im Radio lief Xavier Naidoo… “dieser Weg, wird kein leichter sein…” Vielen Dank auch.

Ich zog in ein anderes Bundesland, 560 Kilometer von daheim und es fühlte sich wie ein anderes Land an. Du fängst komplett von Null an und natürlich schreien erst mal nicht alle Juhuuu und Herzlich Willkommen. Das braucht Zeit und Geduld und Begegnungen, bis es sich wie dein Zuhause anfühlt.
Unser Löwenjunge wurde geboren, durch ihn lernte ich wunderbare Familien kennen. Mein Mann war viel unterwegs, aber der dazu gewonnene Freundeskreis machte das alles erträglicher. Die Familie und die alten Freunde fehlten zwar, aber man hatte dafür so unglaublich tolle, neue Freunde dazugewonnen.
Diese "neue Heimat" hat mich auch verändert. Früher war ich schon so ein “Mama-Papa-Kind”. Mein Papa hat immer alles reparieren oder bauen können, meine Mama war das Trostkissen und immer liebevoller Hafen bei so manchem Kummer. Jetzt waren sie weit weg um mal schnell einspringen zu können und es musste manchmal auch einfach so alleine klappen. Ich bin dadurch auch über mich hinausgewachsen. Habe mir mehr zugetraut, als wenn ich mein sicheres Nest mit Auffangschutz nie verlassen hätte. Bin erwachsener geworden und stärker.

Als meine 2. Heimat auch mein Zuhause wurde, da hieß es wieder: "Umzug nach Frankreich, für 5 Jahre”. Es war zwar klar, dass dieser Tag kommen würde, doch als es dann ein Datum gab, da war der Schock groß.
Der Löwenjunge war knapp 3 Jahre alt, ein Alter in dem man schon bewusst mitbekommt was sich alles verändert. Er hatte seine ersten Freunde und fühlte sich wohl und Zuhause. Ich war mit dem Winterkind schwanger und meine Hormone spielten eh verrückt, so dachte ich. (Heute weiß ich, dass es nicht nur die Hormone waren, denn es fühlt sich heute auch wieder ganz komisch an, auch wenn keine Hormone mit im Spiel sind.)

Kurz bevor wir abreisten, gab es einen Familienabschiedsgottesdienst für uns, bei dem ich nur sehr schwer meinen Kloß und meine Tränen runter schlucken konnte. Das Abschiedsfest danach bleibt unvergessen. Es war unsere Gemeinschaft, unser Netz dass uns diese ganze Zeit über dort getragen hatte und wir waren ein Teil davon. Eine unglaublich schöne Zeit, man merkt sowas erst so richtig wenn man zurück blickt.
Als wir dann abreisten, freuten wir uns zwar auf unser "Abenteuer Frankreich", aber zugleich heulten wir auch.
Unser Weg nach Frankreich führte ja noch ein paar Tage in die alte Heimat, denn auch dort mussten wir uns ja verabschieden und so war unser Herz schon sehr, sehr schwer als wir diesen neuen Abschnitt antraten.
Wir kannten hier niemanden, es war ein uns fremdes Land, eine andere Sprache, andere Sitten, anderes Leben wartete hier auf uns. Ein absoluter Neuanfang mit 1000 Fragen.
Auch hier war der Anfang holprig und schwer. Es gab Heimweh, Sprachprobleme und die bevorstehende Geburt in Frankreich machte mir Angst. (zur Geburt bin ich dann auch nach Deutschland, aber das ist eine andere Geschichte).

Mein Mann hatte seine Arbeit und lernte da auch seine Kollegen kennen, aber ich hatte erst mal nichts, außer einen dicken Babybauch und einen Löwenjungen, der sich tapfer durch die Ecole Maternelle quälte.
Fünf Jahre Frankreich? Das hörte sich für mich einfach so unendlich an als wäre es mein halbes Leben. Aber ich hätte es besser wissen müssen. Die Zeit kam, wir lernten über den Kindergarten und die Arbeit meines Mannes neue Freunde kennen, kamen endlich an und genossen auch unser Leben an einem der schönsten Flecken Erde.
Als mir mein Mann im letzten November sagte, wir gehen nun schon im März 2015, statt im August 2017 zurück und sogar "nach Hause", da war das erst mal ein Schock. Endlich angekommen und dann wieder alle Zelte abbrechen...

Am letzen Wochenende haben unsere Freunde uns dann zum Abschiedsessen eingeladen. Es war so schön und so traurig zugleich. Unsere Kinder spielten zusammen und sogar das Winterkind fängt jetzt an, französische Wörter nachzublabbern.
Wir haben nur eine kleine Weile zusammen verbracht und doch hängt ganz viel Herz mit an diesen Begegnungen. Wunderbare Menschen, die diese Zeit hier in Frankreich erst zu dem gemacht haben, was wir nun zum Abschied sagen können: eine wunderbare Zeit und ein Teil der Kindheit meiner Jungs. Ich bin sehr froh, diese Menschen kennengelernt zu haben und ich hoffe, dass es auch hier ein Wiedersehen gibt.
Nun sind also die ersten Kisten gepackt, es sind nur noch wenige Nächte, die wir in diesem Haus verbringen und dann geht es “nach Hause”. Wir werden dort sehnlichst erwartet und bekommen wundervolle Nachrichten, wie sehr man sich schon auf uns freut.
Natürlich freue ich mich, auf meine Familie, meine Freunde. Doch nach 10 Jahren kommt man auch nicht mehr “einfach so” nach Hause. Meine Welt ist nun ein bisschen größer geworden und was ist schon zu Hause?Ich wage gar nicht daran zu denken, wie es da anderen geht, die noch viel mehr Orte oder Länder in ihrem Lebenslauf vermerkt haben…

Und so werde ich auch am Freitag wieder mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Auto sitzen. Frankreich verlassen und nach Deutschland fahren.

Ein bisschen “nach Hause” also. Denn ein bisschen zu Hause lasse ich auch hier wieder zurück…

“Du wirst niemals wieder ganz zu Hause sein, weil ein Teil Deines Herzens immer anderswo sein wird. Das ist der Preis, den Du für den Reichtum bezahlst, Menschen an mehr als einem Ort zu kennen und zu lieben”…




Wer nichts verpassen will, der darf mir sehr gerne auf Facebook folgen. Viel mehr Bilder von unserem kunterbunten Familienleben gibt es übrigens auf Instagram.

Über Deinen Kommentar freue ich mich übrigens ganz besonders! Es bedeutet mir sehr viel, dass Du Dir dafür einen Moment Zeit nimmst. * Merci *

Kommentare:

  1. Was für eine bewegende Geschichte... ich wünsche dir und euch ganz viel Kraft und Energie für Eure Reise zurück nach Hause, ins Bekannte und doch Ungewohnte.
    Wisst ihr schon, ob ihr länger in der Heimat bleibt, oder werdet ihr in ein paar Jahren weiter ziehen müssen?
    Ich bin gespannt auf deine nächsten Posts und hoffe, Tafjora bleibt uns auch in Deutschland erhalten! Ich lese sehr gerne bei dir und freue mich, dass du jetzt auch Leser in meinem Blog bist.
    Liebe Grüße
    Sternie

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    1. Vielen lieben Dank! Ich denke, wir bleiben erst mal da, der Löwenjunge wird eingeschult und soll auch mal ankommen, Oma u Opa genießen, ist ja auch schon sein 2. Umzug. Notfalls muss Papa pendeln, aber das sieht man erst alles noch.
      Ich komme sehr gerne auch bei Dir lesen, wenn momentan auch nur zum überfliegen ;-)
      Lieben Dank!!!
      Tanja

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  2. Ich hab da jetzt irgendwie was im Auge.
    Oh, es ist ein Rührungstränchen.
    So schön geschrieben.

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  3. Liebe Tanja, eine sehr bewegende Geschichte. Ich bin das ganze Gegenteil von Dir. Ich habe in Lateinamerika gelebt, in Italien und nun lebe ich in Frankreich. Ich kann bestätigen, dass ein Teil meines Herzens in Varadero, in Rom, in San Cristóbal de las Casas, in Punta Cana, in Rimini und jetzt in Bordeaux hängen bleibt. Aber es macht Dein Leben so unendlich reicher, diese vielen Menschen kennengelernt und einige davon sehr gern gehabt zu haben. Abschiede und Neuanfänge sind so unendlich aufregend. Und für Dich wird es ja vermutlich so weiter gehen. Sag Dir immer, dass die wirklich für Dich wichtigen Personen in Deinem Leben bleiben, weil Du dafür sorgst, dass der Kontakt erhalten bleibt. Und dass Du diese Menschen eines Tages wiedersiehst, dafür musst Du selbst sorgen. Ich hoffe, dass Du weitermachst und uns hier schreibst. Alles Gute.

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    1. Danke liebe Kati!
      Wahnsinn, wie Du schon rumgekommen bist. Du hast natürlich Recht, genau so ist. Ich bin ja nur so jemand, der schlecht loslässt und sich immer alles sehr zu Herzen nimmt.
      Wir sehen uns wieder! Hoffe ich doch. LG
      Tanja

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    2. Das hoffe ich auch von ganzem Herzen, Tanja!

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  4. Sehr schön geschrieben!
    Ich kenne diese Situation aus eigener persönlicher Erfahrung. Seit 3 Jahre habe ich meine Heimat verlassen und wohne in Deutschland.
    Bon retour à la maison!

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  5. Uah, Tanja...jetzt bringst du mich schon wieder fast zum Weinen!!! ;-) Ganz rührend dein Text!! Ich wünsche euch für die nächsten Tage alles, alles Gute und, dass alles gut läuft! Bussi, Nadja

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  6. Wunderbar geschrieben! Du schaffst es wirklich, Deine Gefühle so toll in Worte zu fassen :-)
    Lieben Gruß und eine schöne "Heimreise",
    Wiebke

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  7. Hach.... sehr berührend geschrieben. Ich kann mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, wieder in meine Heimat zurück zu kehren, aber es ist sicher einfacher als wieder bei 0 anzufangen. Die vielen tollen Begegnungen sprechen auf jeden Fall sehr für dich / euch. Ein neues Kapitel, für das ich euch ganz fest die Daumen drücke.
    LG, Micha

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  8. Das hast du sehr schön und bewegend geschrieben und ich wünsche euch für eure Zukunft in Deutschland alles Gute und einen hoffentlich stressfreies Ankommen im neuen "alten" Zuhause.

    Liebe Grüße,
    Jessica

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  9. Eine wirklich spannende Geschichte. Wahnsinn, wie Dein, Euer "Werdegang" Dich und Deine Familie in die Welt getragen hat und jetzt "zurück" bringt. Wobei nach Hause dann ja wirklich relativ ist - fühlt man sich nach 10 Jahren dort noch Zuhause?
    Ich wünsche Euch jedenfalls alles alles Gute für den Umzug und eine schnelle Eingewöhnung! ♥

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

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    1. Ja, das ist die große Frage und ich bin echt gespannt.
      Lieben Dank für Deine guten Wünsche!!! <3

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  10. Dein erster Umzug ins andere Bundesland kommt mir so bekannt vor! Ich bin zwar schon einiges in Deutschland hin und her gezogen, aber als es für uns nach Hong Kong ging, war es bei mir wie bei dir. Da flossen einige Tränen!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das nach Hause kommen für dich jetzt wirklich komisch sein muss, wo ihr euch doch in Frankreich so wohl gefühlt habt! Gibt es denn dort eine bilinguale Schule/Kindergarten, damit der Neuanfang für deinen Sohn etwas leichter wird und er auch seine französischen Sprachkenntnisse nicht verliert? Das wäre ja wirklich schade!

    Alles Gute für euren Umzug und ich bin total gespannt, wie es euch in der neuen alten Heimat ergeht! Ich denke, ich kann viel von deinen Erfahrungen profitieren, wenn es für uns in ein paar Jahren auch wieder zurück nach Deutschland geht (vermutlich - aber man weiß ja nie...).

    Liebe Grüße aus London,
    Uta

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    1. Liebe Uta,
      da bist Du ja auch schon ordentlich rum gekommen!
      Der Löwenjunge geht erst mal nicht in einen bilingualen Kiga oder Schule, da es die nicht am Ort gibt und ich ihm keinen Stress mit Fahrerei deswegen antun möchte. Es gibt vielleicht eine Kindergruppe auf Französisch, aber mal sehen. Bücher, CD's und DVD's sind Französisch, das muss erst mal reichen. Er soll auch erst mal ankommen.
      Liebe Grüße nach England
      Tanja

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  11. Ein klein wenig nachvollziehen kann ich es. Wir waren damals gerade 4 Monate zusammen, da bekam der Mann ein Angebot für eine Arbeitsstelle in München. Innerhalb von zwei Tagen (ach quatsch, sofort) entschloss ich mich, mitzugehen. Es sollte ein Jahr dauern, wurden dann aber 2,5 Jahre. Ich verdiente sehr gut, wollte aber etwas anderes erlernen und so entschlossen wir uns zurückzugehen. Ich habe es bis heute nicht bereut, auch wenn wir dann noch fast 2,5 Jahre Fernbeziehung hatten, weil er in Berlin, Augsburg, Stuttgart und Hamburg arbeiten musste.

    Das zurückkommen war holprig. Zwar waren das alle unsere Freunde, mit denen wir auch zwischendrin immer gut Kontakt hatten, aber es war schwierig. Man war immer ein bisschen außen vor.

    Es kam immer wieder die Frage auf, ob wir wieder umziehen, der Ingenieursmarkt für Maschinenbau ist im Süden um einiges besser. Dann denke ich mir aber, das hier unsere Familie ist und auch meine/unsere "Community" ist. Das fände ich mittlerweilen echt schwer zu gehen. Ich habe jetzt zu ihm gesagt, wenn er in dieser Richtung etwas vorhat, dann soll er das in den nächsten zwei Jahren entscheiden, bevor das Mini-Göörl in die Schule kommt. Sollte dem so sein, dann wäre es nur ein Katzensprung zu Euch, denn der Mann liebäugelt mit Ingolstadt :) Aber ich glaube, auch er findet es hier ganz heimelig.

    Ich wünsche Euch für die nächsten Tage (bzw. den nächsten Tag) gute Nerven und eine extra große Packung Taschentücher.

    LG Nicola

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  12. Sehr schön geschrieben! Ich kann dich gut verstehen. Wir mussten uns auch schon mehrmals neu einleben und einen Freundeskreis aufbauen. Jetzt haben wir ein Haus und sind "angekommen", aber ich habe immer wieder Tage, an denen ich unglaubliches "Heimweh" bekomme und wieder an einem der anderen Orte leben möchte. Irgendwie bleibt eben doch ein Teil von einem an diesem Ort zurück. Gerade der Ort, wo die Große zur Welt kam, hat eine große Bedeutung für mich, einfach weil es eine so wunderschöne und unbeschwerte Zeit war...
    Ich wünsche dir alles Gute und einen tollen Neustart in der Heimat <3
    Liebe Grüße, Viola

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  13. Ich bin erst vor kurzem auf deinen schönen
    Blog gestossen...du schreibst so wunderbar!
    Ich wünsche euch alles Gute für euren Umzug ♡
    Herzliche Grüße,Nicole :-)

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  14. Ich lese zwar nur ab und an in Deinem Blog mit, bin aber treue Instagramfolgerin. Beim Lesen Deines letzten Blogbeitrages konnte ich richtig merken, wie der Kloß in meinem Hals immer größer wurde und die Buchstaben vor meinen Augen mit und mit verschwammen.
    Ich lebe nun seit fast 7 Jahren in Dänemark, die Familie fast 900 km weit weg. Nicht unerreichbar weit weg, aber für mal eben so zum Kaffee, dann doch zu weit. Unsere Tochter wurde hier geboren und in ein paar Monaten auch unser 2. Kind. Wir haben hier Haus und Arbeit und mittlerweile ein kleines Netzwerk an tollen Menschen aufgebaut. Meine Familie fehlt mir unheimlich und es ist jedes Mal ein Drama, wenn wir uns nach einem Besuch wieder auf den Heimweg machen. Ich habe darüber nachgedacht, ob es nicht besser für uns wäre wieder nach Deutschland zurück zu gehen. Der Familie wegen. Aber was würde uns dort erwarten? Und könnte ich das alles hier zurücklassen? Einfach wäre es ganz sicher nicht. Wenn die eigene Familie zu weit weg ist, sucht man sich automatisch eine neue und macht die Menschen in der Nähe zu seiner Familie.

    Wenn mich jemand nach meiner Heimat fragt, dann antworte ich immer mit meinem alten Wohnort und meine damit meine Familie und die alten Freunde. Zu Hause bin ich hier, eindeutig. Aber ein Teil meines Herzens ist immer noch in Deutschland. Vielleicht ist es genau anders herum, sollten wir irgendwann zurück gehen.

    Ich weiß gar nicht mehr genau, worauf ich damit hinaus wollte. Ich wünsche Dir und Deiner Familie auf jeden Fall einen reibungslosen Umzug und einen wunderbaren Neustart in der alten Heimat. <3

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  15. Ein wunderschönes Zitat! Gute Heimreise!
    Jonna

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