Sonntag, 28. Dezember 2014

Unser letztes Weihnachten in Frankreich - in Bildern

So schnell ist es auch schon wieder vorbei, unser letztes Weihnachten in Frankreich.
Wir wollten es nochmal ganz in Ruhe, zu viert und ohne Stress verbringen- 1200 Kilometer sind für 2 aufgeregte kleine Kinder einfach zu stressig und für ihre Eltern zu anstrengend. 

Wie unsere Vorstellungen dazu waren, habe ich Euch ja im letzten Türchen meiner Adventsaktion Bloggers Weihnacht schon verraten. Nur ob es dann wirklich so war, das zeige ich Euch heute. 

So viele Bilder gibt es von unserem letzten französischen Weihnachtsfest irgendwie gar nicht, weil der Hauptteil so schnell verging als würde man den Film mit der Schnelltaste vorspulen. 



Aber erst mal der Reihe nach. 

Den Baum hatten wir am 23. Abends, als die Kinder schon schliefen, aufgestellt, die Lichterkette befestigt. 
Mein Mann und ich bekommen "alle Jahre wieder" eine Krise damit, dieses Mal hat es aber sogar ganz gut geklappt. 




An Heilig Abend geht Papa nach den Frühstück noch die letzten Einkäufe machen und wir schmücken den Baum. Die Jungs sind sehr vorsichtig aber eine rote Kugel muss doch dran glauben, aber  das gehört eben dazu.





Das Winterkind hat gleich mal die Krippe mit seinen Schleich-Tieren erweitert



Zu Mittag gibt es ganz gesund und vitaminreich (und sicher auch sehr traditionell) Hähnchen mit Pommes: der Löwenjunge: "ein cooles Weihnachtsessen, Mama"



Das Winterkind macht Mittagsschlaf, der Löwenjunge guckt mit Papa den wunderschönen Weihnachtsfilm "Der kleinste Engel". Ein echter Filmtipp, wie ich finde. 



Tsja und ich mache tatsächlich etwas, was ich an Heilig Abend noch nie zuvor (als Mama) geschafft habe, ich gönne mir ein Bad!!!




Den ganzen Tag schon muss ich an meine Mama denken, es war das erste Weihnachten ohne sie. Das tat so sehr weh, war sie mir gerade an Weihnachten doch irgendwie noch näher als sonst, gerade wegen der ganzen Traditionen und Kindheitserinnerungen. 
Meine Schwester denkt an alles und schickt mir ein Foto, dass sie auch für Mama ein Bäumchen besorgt hat. Das rührt mich total.  


Gegen 16:00 Uhr gehen meine 3 Männer noch eine Runde auf den Spielplatz, denn der Löwenjunge ist super nervös und hibbelig. 
In Deutschland würden wir ja jetzt die Kindermette besuchen, hier in der Nähe haben wir nur sehr späte Gottesdienste gefunden. Im Nachhinein hat mir genau das aber dann auch gefehlt. 

Bis meine Männer zurück sind mache ich alles fertig, lege die Geschenke unter den Baum und zünde überall Kerzen an, auch am Christbaum haben wir echte, rote Kerzen, wie ich es selbst von zu Hause kenne und einfach schön finde. 


Die Jungs kommen zurück, die Spannung steigt. Sie gehen hoch, ziehen sich um, Papa liest die Weihnachtsgeschichte. Wenigstens ein bisschen was als Ersatz zum Krippenspiel. 

Ich lege Weihnachtsmusik auf und läute das Glöckchen. 

Das Christkind hat etwas vom Engelshaar verloren... 

Leuchtende Augen, aber dann gibt es kein Halten mehr. 

Geschenke!

Ratsch - nächstes. 







Ja, zugegeben, den Teil hatte ich mir etwas besinnlicher, romantischer, keine Ahnung was, vorgestellt. Vermutlich sind sie dazu einfach noch zu klein. 
Heute, mir etwas Abstand, war es total schön alles in allem, an Heilig Abend hat mich der Teil etwas gefrustet. 

An Fest-Essen wäre gar nicht zu denken gewesen. Wir haben Fingerfood und Häppchen auf dem Couchtisch bereit gestellt und nebenbei gespielt und zusammen gebaut. 




Das Winterkind wird zur gleichen Zeit in etwa müde, ich bringe ihn ins Bett und der große darf mit Papa sein neues Piratenschiff und Herzenswunsch zusammen bauen. 


Vor lauter strahlender Kinderaugen hatte ich übrigens die Tasche vergessen, mit den Geschenken aus Deutschland für meinen Mann und ich, das haben wir dann um kurz vor Mitternacht noch nachgeholt. So kann es gehen... 

Am 1. Feiertag sind wir bei unseren Freunden eingeladen. An Fotos habe ich gar nicht wirklich gedacht. 

Wir haben von 12:30 Uhr bis abends gegessen. Die Franzosen lieben es ja, in verschiedenen Gängen zu essen. Es war gigantisch und total gemütlich. Die Kinder haben toll miteinander gespielt, irgendwann höre ich, wie mein Löwenjunge mit den Mädchen "O Tannenbaum" auf Französisch singt und es erfüllt mich mit ganz viel Stolz und Liebe und ein kleines bisschen bricht es mir auch das Herz...

(Meine ersten Austern probiert!)


Einen 2. Weihnachtsfeiertag gibt es hier in Frankreich nicht, aber da Ferien sind und mein Mann Urlaub hat, machen wir ihn uns einfach. 

Schneebilder kann ich Euch bei 12 Grad (plus) nicht bieten, drum muss das hier aus dem Gefrierfach herhalten. 



Wir haben gespielt, gebaut und gelümmelt. 

Auch der Zaubersand vom Winterkind ist heiß begehrt und wird lange ausprobiert. 



Neuester Berufswunsch vom Löwenjunge: Cowboy. 


Ein bisschen Tradition was das Essen angeht, haben wir dann doch noch. Am 2. Weihnachtsfeiertag gibt es Raclette. 





Oh da sind ja nun doch mehr Bilder zusammen gekommen als ich dachte. Ich hoffe, Ihr hattet auch so schöne Weihnachten? Was lag unter Eurem Baum und was gab es zu essen? Ich bin gespannt!

Und falls Ihr noch nicht genug habt, dann schaut bei Susanne von Geborgen Wachsen vorbei, da gibt es noch viele schöne und ganz unterschiedliche Weihnachten 2014 in Bildern

À bientôt und grand bisous

Tanja 



Kommentare:

  1. Bei uns geht es auch immer so rabiat zu: ratsch - "oh, schön" - ratsch das nächste... Als ich meinen Teenagern erzählte, dass ich gelesen habe, dass man i manchen Familien würfelt, und der, der eine 6 gewürfelt hat, darf ein Päckchen öffnen, waren sie sich einig: "das ist ja furchtbar!" auch ich hoffe noch immer auf ein besinnliches Päckchen öffnen...

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    1. Danke für Deinen Kommentar, ich bin froh dass es woanders auch ratsch macht :-) dass es allerdings bei Teenies auch nicht besinnlicher zugeht, raubt mir etwas die Hoffnung, dass es irgendwann besser wird ;-)
      Tanja

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  2. Hallo Tanja,

    zum "entschleunigten Auspacken" einen kleinen Tipp (denn genau das hat mich hier auch immer gestört!)...wir haben vor Jahren eingeführt, dass hier um die Geschenke gewürfelt wird. Jeder sucht sich eine Zahl aus (bei uns, weil wir nur vier sind gilt, dass bei 1 und 6 nochmal gewürfelt werden darf) und wenn er die würfelt, darf er sich ein Geschenk nehmen und auspacken...die anderen warten so lange und schauen was es ist. Dann geht es weiter.
    Unsere Kinder haben das sehr gut angenommen und wir machen es nun schon etliche Jahre...
    Vielleicht wäre das auch etwas für euch?

    Lieben Gruß Uschi

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    1. Liebe Uschi,
      Danke für Deinen Kommentar. Das klingt zwar sehr spannend, aber ich vermute mal, das geht auch erst mit größeren Kindern? Der Kleine ist 2 und das mit dem Würfeln hätte sicher nicht geklappt bei ihm. Wie alt sind Deine denn?
      LG
      Tanja

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