Freitag, 5. Dezember 2014

Bloggers Weihnacht - das 5. Türchen mit Paula von BLEIB COOL MAMI


Glücklich machen ist das höchste Glück. Aber auch dankbar annehmen ist ein Glück.
(Theodor Fontane)



Bonjour Ihr Lieben,

bevor Ihr heute noch in den Vorabendlichen Nikolaus-Stress verfällt, (Stiefel putzen nicht vergessen und für den Nikolaus Milch und Kekse bereitstellen, der freut sich auch immer!!!) könnt Ihr Euch nochmal ganz entspannt zurück lehnen, denn heute gehe ich es ganz cool an auf meinem Adventskalender.
Zu Gast ist nämlich Paula von BLEIB COOL MAMI, und was soll ich sagen?! Ich liebe ihre Art zu schreiben! Nicht nur lustig auch sehr sensibel als sie von der ersten Zeit mit den zu früh geborenen Zwillingen schrieb. Ganz ehrlich- ich hatte  etwas feuchte Augen.
Eigentlich wisst Ihr gleich was ich meine, wenn Ihr schon ihre Selbstbeschreibung lest. 

Nun legt aber endlich mal das Schuhputzzeug beiseite, Nikolaus muss noch etwas warten, jetzt kommt erst mal 


Paula's Weihnacht






Hallo,
ich heiße Paula und wohne mit drei Männern unter einem Dach. Ich bin Mama von zwei entzückenden, lustigen und lauten Söhnen (geb. 2011) und verheiratet mit jenem Mann, der mich in diese Situation gebracht hat. Mit ihrem Papa.
Wir leben in einem idyllischen Ort zwischen Getreide-, Mais- und Kürbisäckern im sonnigen Süden Österreichs. In meinem Blog „bleibCOOLmami“ schreibe ich Geschichten über das Leben mit Ehemann und Zwillingssöhnen, meist mit einem Augenzwinkern.

Liebe Paula, ich freue mich, dass Du heute mit dabei bist und möchte gerne als erstes wissen, was Weihnachten für Dich und Deine Familie bedeutet und ob sich das im Vergleich zu früher vielleicht irgendwie verändert hat?
In meinem Leben hatten die Weihnachtstage die unterschiedlichsten Bedeutungen: Zeit mit Familie und Freunde verbringen, schenken und beschenkt werden, Ruhe und Geborgenheit erfahren, glänzende Lichter bestaunen, Kekse und Glühwein genießen, Besinnlichkeit erleben, aber auch Einsamkeit und Kummer.
Vor drei Jahren kamen dann unsere Kinder zur Welt. Wir durften sie vier Tage vor dem Heiligen Abend nach einem fünfwöchigen Krankenhausaufenthalt mit nach Hause nehmen. An diesem Heiligen Abend empfand ich große Demut und Dankbarkeit und dieses Gefühl hatte ich an jedem der nachfolgenden Heiligen Abende. Weihnachten hat seither für mich eine Bedeutung dazu bekommen: Ankommen. 

Welche besondere Kindheitserinnerungen hast Du an Weihnachten?
Oh, das liegt ja schon so lange zurück. In meiner Erinnerung finde ich nur noch Fragmente:
Durch kniehohen Schnee zur Kirche stapfen ...
Echte Kerzen am Christbaum anzünden ...
Sehnsüchtig erhoffte Geschenke finden ...
Flötenmusik zum Weihnachtsevangelium hören ...
Kekse, Lebkuchen und Kletzenbrot verzehren ...
Liebe bekommen ...
Wenn ich so darüber nachdenke, erinnert das ein wenig an „Weihnachten in Bullerbü“. Ich muss wohl eine schöne Kindheit gehabt haben…

Paula, wann beginnst Du mit Deinen Vorbereitungen? Planst Du alles durch oder bist Du bei allem eher ein Last-Minute-Mensch?
Ich bin diejenige, die am 23. Dezember mit schnellem Schritt durch die Geschäfte eilt. Der Tag vor dem Heiligen Abend kommt immer so überraschend daher, dass ich beinahe jedes Jahr für mindestens einen Menschen in letzter Minute noch ein Geschenk besorgen muss. Und alles, was ich am 23. nicht schaffe, erledigt mein Mann frühmorgens am 24. Dezember. 

Gibt es denn besondere Rituale oder Bräuche in der Advents- und Weihnachtszeit bei Euch?
Neben den herkömmlichen Bräuchen findet bei uns das „Räuchern“ in der „Heiligen Nacht“ statt. Damit ist nicht etwa das unabsichtliche Abflackern des Christbaumes gemeint, nein, die Menschen gehen mit voller Absicht mit einer Pfanne voll Weihrauch und Glut durch das Haus oder die Wohnung und bitten um das Fernbleiben von Unheil. Je nach Intensität der Zusammenstellung des Pfanneninhaltes sind die Räume dann mehr oder weniger verraucht und wir hoffen, dass die EU nicht davon Wind bekommt ;-)

Weihnachtsmann oder Christkind?
Wer die Geschenke unter den Baum legt, während wir in der Kirche sind, wissen wir nicht so genau. Wir haben noch niemals jemanden dabei beobachtet. Die Vermutungen seitens meiner Söhne und mir gehen in Richtung Christkind. Mein Mann behauptet steif und fest, er hätte den Weihnachtsmann dabei beobachtet.

Wie sieht es denn nun aus, Euer ganz persönliches Weihnachtsfest?
Am 24. Dezember schmücken wir gemeinsam den Christbaum. Wenn wir fertig sind, sind wir erst einmal mit dem Aufräumen der zu Bruch gegangenen Christbaumkugeln und anderer Kleinteile beschäftigt. Am frühen Abend gehen wir zur Kindermette in die Kirche. Dort findet ein Krippenspiel statt. Dem lauschen wir gebannt und hoffen, dass in der Zwischenzeit das Christkind bei uns zuhause vorbeifliegt. 

Habt Ihr ein traditionelles "Heilig-Abend-Essen" oder entscheidet Ihr das jedes Jahr neu?
Am Heiligen Abend gibt es kein traditionelles Essen bei uns. Am Christtag aber essen wir jedes Jahr „einen großen toten Vogel aus der Kühltruhe“. Das klingt sehr makaber, ist aber leider wahr und die Beschreibung eines meiner Söhne. Die liebe Oma hat unsere Kinder sehr bildlich und bis ins Detail auf das köstliche, von ihr zubereitete Christtagessen, einen Truthahn, vorbereitet. Und das kam dabei raus.

Befrage doch mal Deine Kids: Wie erklären sie mir Weihnachten?
 „Da essen wir einen großen toten Vogel aus der Kühltruhe.“
Nein, Scherz! Streich das wieder, ich frage sie schnell mal:

Jungs, was bedeutet Weihnachten?
„Da kommt das Christkind und bringt Gesenke und ein Feuerwehrauto. Und Gummibärli. Aber ich hab schon Geburtstag habt und frag den Ostenhase.“
(Warum der Osterhase hier ins Spiel kam, kann ich dir nicht erklären. Meine Jungs können es auch nicht. Sei nachsichtig. Sie sind erst drei Jahre alt.)

Und wie heißen die Leute in der Weihnachtskrippe?
„Das Jesusbaby und die Maria und der Vater.“
Wie heißt der Vater?
„Jofes, nein Foses, nein Josef.“
Danke für das Gespräch.
„Warum?“

Liebe Paula, ich melde mich hiermit an, das nächste grossartige Interview Deiner Jungs zu veröffentlichen!!! HERRLICH!!! Aber nun weiter im Text, ich musste nur erst meine Lachtränen entfernen!!!! :-)

Wo und wie findest Du Ruhe und Besinnung in dem ganzen Trubel
Die besinnlichste Adventzeit erlebte ich sicherlich vor drei Jahren. Das war der Advent, in dem meine frühgeborenen Zwillingssöhne auf der Neonatologie lagen. Wir versuchten ihnen im Krankenhaus Ruhe und Geborgenheit zu vermitteln und ich sang ihnen stundenlang Weihnachtslieder vor. Vom Weihnachts- und Adventtrubel draußen in der großen Welt bekamen wir in unserer kleinen Welt gar nichts mit.
Seit damals gestalte ich die Adventzeit bewusst ruhig. An den Abenden singen wir gemeinsam, während ich auf der Gitarre spiele. Ich lese viel vor, wir backen Kekse oder gehen spazieren. Einkaufszentren versuche ich zu vermeiden. Durch meine stoische Weihnachtsruhe kommt aber auch mein Geschenkeinkauf in allerletzter Minute zustande. Am 23. Dezember findet man dann auch mich in dem einen oder anderen Weihnachtstrubel.

Auf was freust Du Dich dieses Weihnachten 2014 am meisten?
Auf Familienzeit, denn mein Mann war diesen Herbst beruflich viel unterwegs.
Und auf mein Weihnachtsgeschenk. Ich weiß schon, was es ist! Weiß, schwarz und flach. Erraten?
(grrrr nein, ich bin im raten leider nicht so gut, aber vielleicht erraten es andere schneller????)

Was hast Du uns heute hinter Deinem Blog-Türchen versteckt?
Ein sagenhaft einfaches und leckeres Lebkuchenrezept mit ganz speziellen Anweisungen.



Liebe Paula, ein ganz herzliches Dankeschön für Deine Antworten, das hat richtig Spaß gemacht. Dir und Deinen Lieben noch eine schöne und besinnliche Rest-Adventszeit und nicht soviel Stress am 23.12. Bewahrt Euch das, diese Zeit so bewusst zu verbringen, ich glaube, das ist was wirklich besonderes und bleibt Deinen Kindern im Gedächtnis.


Ich hoffe Euch hat das Türchen gefallen, dann hinterlasst gerne Euren Kommentar und schaut morgen wieder vorbei, wer wohl mein Nikolaus ist.

Bis morgen und grand Bisous

Eure Tanja

Kommentare:

  1. Liebe Tanja,
    es hat auch mir großen Spaß gemacht, deine wunderbaren Fragen zu beantworten.
    Meine Söhne freuten sich über die Gelegenheit, das Lebkuchenrezept ausprobieren zu dürfen und bedanken sich (mit Krümel im Mund) ebenfalls herzlich. Für ein Interview stehen sie leider erst ab 2015 zur Verfügung. Derzeit haben sie andere Termine (Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann, ...).
    Vielen Dank, dass du mich eingeladen hast, an deiner Adventskalender Aktion teilzunehmen.
    Liebe Grüße
    Paula

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  2. Das habt ihr beiden super gemacht. Ein tolles 5. Törchen :-)

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