Montag, 22. Dezember 2014

Bloggers Weihnacht - das 23. Türchen mit Sam von MOMS OFFICE




Jedes Mal, wenn wir Gott durch uns hindurch andere Menschen lieben lassen, ist Weihnachten. 
Es wird jedes Mal Weihnachten, wenn wir unserem Bruder zulächeln und ihm die Hand reichen.
Mutter Teresa

Das vorletzte Türchen auf meinem Adventskalender auf Bloggers Weihnacht.
Ich kann irgendwie gar nicht glauben, dass morgen schon Heilig Abend und damit auch die Adventszeit vorbei ist.
Heute habe ich aber noch den letzten Gast hier, morgen erfahrt Ihr dann Tafjora´s Weihnacht, denn ich hab mich ja noch nicht dazu geäußert.
Mein 23. Türchen habe ich an "Sam" vergeben, ihr Blog heißt Mom´s Office und hat den wunderschönen "Untertitel": Und wie war Euer Tag?
Sam wollte ich so gerne dabei haben, weil ich Ihre Art sehr schätze und wir uns auch schon hin und wieder das "Herz ausgeschüttet" haben. Momentan ist es leider etwas ruhig geworden was das bloggen angeht, aber ich hoffe sehr, dass Sam zurück kommt, vielleicht ist ja das heutige Türchen eine kleine Hilfe dabei?! Also schickt ihr mal liebe Worte damit sie auch ja wieder kommt, denn wir brauchen mehr so ehrliche und tolle Texte wie zum Beispiel Die Pubertät und der Sohn auf Abwegen oder Papa ist wichtig, oder?

Liebe Sam, schön dass Du heute dabei bist, kannst Du uns mal kurz Dein Blog vorstellen?
Wir sind eine kleine Patchworkfamilie mit Familienbetrieb und einem Rudel Vierbeinern aus dem Münsterland. Über meine beiden Buben (15 und 10 Jahre alt) und unseren Alltag habe ich mich ja schon oft auf meinem Blog “MomsOffice” ausgelassen;-)
Letzterer ist im Moment mein Sorgenkind. Eigentlich ist er immer noch eine Baustelle, z.B. ohne Blogroll und das obwohl ich virtuell so schöne Blogs und ihre Besitzer kennenlernen durfte. Das ist ein absolutes NoGo! In den nächsten Wochen werde ich mir über seine Zukunft ernsthaft Gedanken machen;-)

Was bedeutet Weihnachten für Dich, für Deine Familie und (wie) hat sich diese Bedeutung in irgendeiner Weise verändert seit Du Kinder hast?
Für mich/für uns ist Weihnachten Familienzeit, ein paar Tage Abstand vom Alltag nehmen und gemeinsam die Zeit genießen. Die Uhr zu stoppen und Gemütlichkeit an die erste Stelle zu heben. Wir sind nicht besonders gläubig, deshalb ist es für uns ein schönes Familienfest.
Die Lichter, die Gerüche und die Stimmung, in die man “hineinfällt”, wenn der Weihnachtsstress keine Chance bekommt (oder man sich nicht hineinziehen lässt;-), ist einfach nur wunderschön und aus diesen Tagen können wir alle sehr viel Kraft schöpfen.
Die Bedeutung hat sich nicht verändert, aber mit Kindern erlebt man diese Zeit wieder intensiver, Erinnerungen aus der eigenen Kindheit kommen wieder hoch und es ist einfach ein unbeschreibliches Glücksgefühl, die Kleinen, auch die großen Kleinen, dabei zu beobachten, die leuchtenden Augen, die aufregende Erwartung und die kindliche Freude. Da wird man angesteckt.

Welche besondere Kindheitserinnerung hast Du an Weihnachten?
Genau dieses friedliche und besondere Gefühl, wie oben beschrieben. Die Zeit stand in diesen Tagen still.

Eine andere Kindheitserinnerung an Weihnachten von mir war damals weniger erfreulich: Ich habe mir über Jahre immer zu Weihnachten einen Hund oder eine Katze gewünscht. Immer wieder, aber diesen Wunsch hat mir das Christkind nie erfüllt. In dem Mietshaus, in dem ich aufgewachsen bin, war Tierhaltung nun mal verboten, aber als Kind gibt man die Hoffnung ja nicht auf;-) Heute muss ich drüber schmunzeln.

Wann beginnst Du mit Deinen Vorbereitungen? Planst Du alles durch oder bist Du bei allem eher ein Last-Minute-Mensch?
Vor Anfang, eher Mitte November braucht mir niemand mit Weihnachten zu kommen, da bin ich rigoros. Wie kann die Weihnachtszeit denn noch etwas Besonderes sein, wenn man die Weihnachtssachen schon Mitte September konsumiert?
Einzige Ausnahme sind die Geschenke meiner Kinder. Die besorge ich auch schon mal im Sommer, wenn ich weiß, was sie sich wünschen. So ist es auch in diesem Jahr, eine Kleinigkeit für meinen Jüngsten habe ich jetzt noch in Angriff genommen, dann ist Schluss.
Wir Großen machen uns keine Geschenke, schon seit Jahren nicht mehr. Das trägt entschieden zur Gelassenheit bei.

Ja, Weihnachten plane ich, aber nicht generalstabsmäßig.
Dieses Jahr bin ich im grünen Bereich, mal abgesehen von meiner halbfertigen Küche. Aber ich bin sehr optimistisch, dass sie diese Woche fertig wird:-0
Lebensmittel für die Festtage besorge ich in der Woche davor, so dass ich aller spätestens am 23. das letzte Mal einkaufen gehe und die Wohnung putze. Das klappt auch ganz prima, so dass die Konsumwelt uns dann erst am 27./28. wiedersieht;-)

Gibt es besondere Rituale oder Bräuche in der Advents- und Weihnachtszeit bei Euch?
Nein so wirklich nicht mehr. Als die Kinder klein waren, bin ich mit ihnen gern über die Weihnachtsmärkte geschlendert. Die leise Musik in den Ohren, die leckeren Gerüche in der Nase und die anheimelnde Beleuchtung haben uns in Weihnachtsstimmung versetzt. Wieder zu Hause gab es dann leckere heiße Schokolade und (wenn wir denn schon gebacken hatten) selbst gebackene Weihnachtskekse. Das war immer sehr schön.
Außerdem haben wir immer am 05. Dezember in meiner Heimatstadt den Nikolausumzug mitgemacht. Dick eingpackt, mit roten Bäckchen und ehrfürchtigem Blick haben sie den stattlichen Mann auf dem großen Pferd angehimmelt. Ach, eine tolle Erinnerung…
Heute muss ich auf meine Kinder verzichten, die haben besseres vor;-)
Zwei Rituale sind aber doch noch geblieben:
Abends am 23. wird der Weihnachtsbaum geschmückt. Als die Kinder kleiner waren, habe ich das gemacht, wenn sie schliefen. Als sie dann größer wurden, durften sie helfen. Seit ein paar Jahren schmücke ich ihn nun (meistens) wieder alleine;-)
An Heiligabend schauen wir die Muppets Weihnachtsgeschichte zusammen an, vorausgesetzt die Kinder sind bei mir.

Weihnachtsmann oder Christkind?
Bei uns kommt das Christkind, meistens. Es gab auch ein paar Jahre, in denen der Weihnachtsmann das Christkind vertreten hat. Damals schaute mein Großer einen amerikanischen Weihnachtsfilm und ihm gefiel die Idee mit den Rentieren, dem Schlitten und dem Kamin.
Somit hatte ich dann auch eine logische Erklärung, warum bei manchen der Weihnachtsmann und bei den anderen das Christkind kommt. Die beiden haben sich die Arbeit geteilt, damit auch ja alle Kinder auf der Welt ihre Geschenke rechtzeitig bekommen.

Wie sieht Euer Weihnachtsfest aus?
Nachdem wir den Morgen locker angegangen sind, schauen wir uns am späten Vormittag die Muppets Weihnachtsgeschichte an (fällt dieses Jahr mangels Kinder aus;-). Am frühen Nachmittag trudeln meine Eltern ein und wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee, Kakao und Gebäck. Gegen 17.00 Uhr ist Bescherung, danach wird gemeinsam das Abendessen vorbereitet und begangen. Danach hocken wir noch gemütlich beieinander, bis meine Eltern, je nach Wetterlage, sich wieder auf den Heimweg machen.

Habt Ihr ein traditionelles "Heilig-Abend-Essen" oder entscheidet Ihr das jedes Jahr neu?
Seit ein paar Jahren hat es sich bei uns so eingebürgert, dass wir am Heiligen Abend “nur” überbackene Gehacktesbrötchen und Salat essen. Das ist schnell gemacht, alle helfen mit und wir haben Spaß dabei.
Unser richtiges traditionelles Essen, Putenoberschenkel mit Rotkohl und Knödel gibt es erst am 01. oder 02. Weihnachtstag. Da kommt es darauf an, an welchem Tag wir Vier wieder alle beisammen und unter uns sind.

Befrage doch mal Deine Kids: Wie erklären sie mir Weihnachten?
Die knappe Antwort des Großen: “Ruhige Tage zum “Chillen” (Stellt Euch an dieser Stelle meine genervt rollenden Augen vor;-))

Der Kleine wünscht sich zu Weihnachten, natürlich neben den Geschenken, dass alle glücklich sind und niemand traurig ist. Für ihn ist Weihnachten auch Familienzeit. Dass Jesus Weihnachten in einer kalten Scheune geboren ist, tat ihm vor ein paar Jahren noch furchtbar leid. Mittlerweile liegen seine Prioritäten aber mehr im Hier und Jetzt.
“Nicht wahr Mami, Du bist auch nicht traurig, wenn ich dieses Jahr zum Papa gehe? Und außerdem bin ich ja am 01. Weihnachtstag ja wieder da.”
Dann drücke ich ihn ganz fest und versichere ihm, dass das vollkommen in Ordnung ist, alle zwei Jahre aufs Neue.

Wo und wie findest Du Ruhe und Besinnung in dem ganzen Trubel
Wir lassen Weihnachten einfach keinen Trubel mehr aufkommen.
Nachdem ich mehrere “gezwungen auf heile Welt”-Weihnachten mitgemacht habe, umgebe ich mich seit ein paar Jahren nur noch mit den Menschen, die ich liebe und gern habe. Wir haben Spaß zusammen und es liegen keine falschen Erwartungen in der Luft. Wir hetzen auch nicht von einem Termin zum anderen und haben immer mindestens einen Feiertag nur für uns.
So finden wir unsere Ruhe und diese einzigartige Stimmung an diesen Tagen.

Hast Du einen besonderen Weihnachtswunsch?
Nein <3

Auf was freust Du Dich dieses Weihnachten 2014 am Meisten?
Da dieser Heilige Abend sehr ruhig wird, mit meinen Eltern (auf die beiden freue ich mich auch) und ohne Kinder, gibt es bei uns am 01. Weihnachtstag die Bescherung. Darauf freue ich mich natürlich.
Außerdem feiern wir mit der Familie meines Freundes, dieses Jahr allerdings schon am 23., bei seiner Mutter. Seine Geschwister sind in alle Himmelsrichtungen verstreut, es ist immer verdammt schwierig einen gemeinsamen Termin hinzukriegen und an diesem Tag sind dann endlich alle mal beisammen. Das hat Seltenheitswert und wird bestimmt superlustig. Dieses Jahr haben wir die “Keine-Geschenke-Regel” bei seiner Mutter ein wenig gelockert. Sie bekommt von Ihren Kinder ein Tablet geschenkt, damit Ihre Abkömmlinge ihr ganz viele aktuelle Bilder aus der ganzen Welt schicken können. Ich bin so gespannt, was sie dazu sagt.

Was hast Du uns heute hinter Deinem Blog-Türchen versteckt? 
Ich verrate Euch meinen absoluten Lieblings-Weihnachtsfilm, ein echter Filmtipp…

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