Dienstag, 2. Dezember 2014

Bloggers Weihnacht - Das 2. Türchen mit Nadine von BUNTRAUM


Wer den Kopf nicht hebt, kann die Sterne nicht sehen. 
(Armenisches Sprichwort)
 


Bonjour Ihr Lieben!

Heute entführe ich Euch mal nach Wien, das ich leider (noch immer) nicht persönlich kenne, aber sich irgendwann hoffentlich ändern wird. Sollte das dann klappen, würde ich mit Nadine von Buntraum zu gerne mal einen Kaffee trinken gehen, denn sie schreibt mir so oft aus der Seele, dass ich mich sicherlich nur zu gut mit ihr unterhalten könnte. Für mich eine meiner Lieblingsbloggerinen, weil ihre Beiträge menschlich und ehrlich sind, wie sie mit ihren beiden Kindern umgeht, reflektiert, Fehler und Schwächen zugibt, ja einfach ehrlich und menschlich dabei bleibt.

Der treue Leser kennt sie von den Friday Fives  an denen ich sehr gerne mitmache weil Dankbarkeit für mich sehr wichtig ist, aber heutzutage leider auch oft vergessen wird.  

In meinen Augen ist Nadine aber auch eine wahre Künstlerin, ihr neuestes Herzensprojekt ist der wunderschöne Ganzjahreswegbegleiter Dein Jahr 20DU 

Das war jetzt ein bisschen Werbung, verzeiht mir, Nadine hat damit nichts zu tun, sie weiß von meiner Einleitung nämlich gar nichts, aber ich steh einfach total auf so "besondere" Sachen. 

Nun freue ich mich aber auf Türchen Nummer 2 mit einem ganz besonderen Mitbringsel am Ende. 

Macht es Euch weihnachtlich gemütlich, hier kommt


Nadine´s Weihnacht



Liebe Nadine, wie schön dass Du hier heute mitmachst! 
Was bedeutet Weihnachten für Dich, für Deine Familie und (wie) hat sich diese Bedeutung in irgendeiner Weise verändert seit Du Kinder hast?
Weihnachten ist für mich das Fest mit einem bitteren Beigeschmack, seit dem mein Bruder nicht mehr lebt. Es war nie mehr leicht und fröhlich. Mit meinen Kindern möchte ich diese Leichtigkeit wieder einfangen. Es geht mir weniger um Geschenke und viel Trubel, sondern darum, dass wir unsere ganz eigene Traditionen und Rituale finden. Da die Kinder noch so klein sind, befinden wir uns hier noch auf der Suche. Mit dem Umzug in unser Wohnprojekt vor einem Jahr, denke ich, dass sich diese Traditionen hier mit denen der anderen vermischen werden. ICh bin da noch offen, möchte aber auf jeden Fall die Adventszeit sehr gemütlich und gemeinsam durchleben. Ich möchte mir hier besonders viel Zeit freischaufeln und für die Kinder da sein, viel mit ihnen sein. Mehr, als ich es sonst kann.

Welche besondere Kindheitserinnerung hast Du denn an Weihnachten?
Früher haben wir immer bei meiner Oma gefeiert. Dort gab es wäschekörbeweise Geschenke. Ich war meist den restlichen Abend mit meinen Geschenken beschäftigt und selig. Einmal wurde mir ein großer Karton hingelegt und ich war ganz aufgeregt. Darin befand sich dann ein Hausschuh, ein Stück Kohle und ein Tannenzweig als Rute. Ich war so erschrocken, dass ich in Tränen ausbrach und die ganze Familie zum Lachen brachte. Es war furchtbar und hat sich leider als Kindheitserinnerung tief eingebrannt.

Und wann beginnst Du mit Deinen Vorbereitungen? Planst Du alles durch oder bist Du da eher ein Last-Minute-Mensch?
Ich denke ich bin von allem ein bisschen. Ich mache mir gern rechtzeitig Gedanken, verliere sie aber auf Grund der Noch-Nicht-Notwendigkeit unterwegs und komme dann recht spät noch drauf, dass ich noch so vieles brauche, nicht habe oder gestalten könnte. 

Gibt es besondere Rituale oder Bräuche in der Advents- und Weihnachtszeit bei Euch?
Wie schon gesagt sind wir da noch am Ausprobieren und Hineinfinden. Wichtig ist mir das Plätzchen backen, was wir einfach immer wieder machen während der gesamten Weihnachtszeit. Am 24.12. ziehen die Männer und Kinder des Hauses los und besorgen die Weihnachtsbäume, die auf einem Christkindlmarkt hier in Wien übrig sind und sonst weggeworfen werden würden. Die sind meist wunderschön und groß und bekommen somit ein zweites Zu Hause, weil sie ja schon die ganze Adventzeit dort ihren Dienst leisteten. Das ist gerade eine Tradition geworden, die ich sehr mag. Vor allem, weil ich vor dem 24.12. keinen Baum stehen haben möchte.

Weihnachtsmann oder Christkind?
Noch immer nicht ganz klar. Für mich gabs immer nur den Weihnachtsmann. Hier in Österreich das Christkind. Wir werden sehen, was sich durchsetzt. Herr Klein redet meist vom Weihnachtsmann. Ich weiß nicht, in wie weit der Kindergarten da mitspielt. 

Wie sieht Euer Weihnachtsfest aus?
Die letzten Jahre war es immer so, dass meine Eltern zu Weihnachten zu uns gekommen sind. Am 24.12. sind wir tagsüber noch beschäftigt mit letzten Einkäufen fürs Essen, Geschenkverpackungen, Gemütlichmachen. Gegen späten Nachmittag gibt es dann die Bescherung und danach gemütliches Beisammensitzen. Letztes Jahr war alles umzugsbedingt sehr chaotisch, aber auch  gemütlich, weil somit die Erwartungen sehr niedrig waren. Die restlichen Tage sind gefüllt mit Spaziergängen, Herumsitzen, Gemeinsamkeit und wirklicher Ruhe. Ich genieße es sehr, dass dann wirklich alles zu ist, dass die Straßen leer sind und alles einfach still ist. 

Habt Ihr ein traditionelles "Heilig-Abend-Essen" oder entscheidet Ihr das jedes Jahr neu?
Nein, da gibt es nichts besonderes oder traditionelles. Das entscheiden wir spontan. 

Befrage doch mal Deine Kids: Wie erklären sie mir Weihnachten? 
Da kommt der Weihnachtsmann und Oma und Opa.

Wo und wie findest Du Ruhe und Besinnung in dem ganzen Trubel
Vor dem Fest? Daheim beim Basteln. Ich bestehe sehr darauf so viel wie möglich selbst zu machen. Die Großeltern wünschen sich immer einen Fotokalender. Denn mache ich selbst. Auch Karten gestalte ich selbst und schreibe sie mit der Hand. Bei diesen Basteleien finde ich Ruhe und genieße das sehr. 
Während des Festes nehme ich sie mir einfach. Ich bleibe einfach auf dem Sofa sitzen, lasse den Haushalt schleifen und genieße die Zeit. 

Hast Du einen besonderen Weihnachtswunsch? 
Immer wieder Bücher. Ich liebe Bücher und freue mich immer darüber. Von meiner Mama wünsche ich mir außerdem eine Matrjoschka. Weil meine alte nicht mehr auffindbar ist, ich sie aber sehr liebe. 

Auf was freust Du Dich dieses Weihnachten 2014 am Meisten?
Darauf, dass meine liebe Oma mitkommen wird zu uns. Und dass wir keine Kisten packen müssen. Das erste Fest umzugsfrei im Haus mit all den vielen Leuten.

Was hast Du uns heute hinter Deinem Blog-Türchen versteckt? 
Eine Weihnachtsgeschichte aus eigener Feder: 
 Der Hut der alten Dame







Liebe Nadine, ich danke Dir für Deine sehr persönlichen Antworten. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ganz viel gemeinsamer und harmonischer Zeit und noch eine schöne restliche Adventszeit.

Bis morgen und grand Bisous

Tanja 
 

Kommentare:

  1. Wie schön <3 Sehr gerne gelesen! Ich freue mich schon auf die weiteren Interviews, ist extrem spannend!

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    1. Das fand ich auch. Und es ist wirklich immer wieder spannend durch's Schlüsselloch zu blicken - wie es bei anderen ist ;-)
      Die Geschichte dann von Nadine hat Taschentuchalarm ausgelöst.
      Freu mich auf morgen, Türchen Nummer 3

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