Montag, 4. August 2014

Gastbeitrag von Schlaflose Muttis: Entspanntes Einkaufen mit Kindern

Bonjour, ca va?

Wir sind seit gestern morgen nach 12 Stunden Nacht-Autofahrt wieder zurück in Frankreich. Die Fahrt lief super, die Kids haben fast die ganze Nacht geschlafen. Nur leider waren die Jungs dann natürlich gestern früh topfit, wir natürlich so ganz und gar nicht und mussten den Sonntag dann mit Etappen-Schlafen irgendwie rumkriegen.
Und dann hat hier irgendwo in der Nähe der Blitz eingeschlagen, wir haben kein Internet mehr, erst seit heute Abend geht wenigstens das mobile Internet wieder. Was haben wir früher eigentlich bloss ohne Internet gemacht???????

Das bisschen Internet will ich also gleich mal nutzen. Kennt Ihr Nicole's Mama-Blog Schlaflose Muttis schon? Falls nicht, dann solltet Ihr da unbedingt mal vorbei schauen! (Ich bin immer ein bisschen neidisch über diese tollen Internetseiten von meinen "Blogger-Kollegen" aber Dessign und Aufmachung müssen bei Tafjora noch ein bisschen warten, ich bin schon stolz dass ich mir selbst beigebracht habe, wie man "Badgets" auf seiner Seite verlinkt... Also falls da draussen jemand ist, der mir so eine schöne Seite basteln will, sehr gerne!)

Bei Schlaflose Muttis schaue ich gerne vorbei, nicht nur wegen der tollen Seite, sondern auch wegen tollen Tipps und schönen Beiträgen.
Und einen davon habe ich heute für Euch, denn Nicole war so lieb und hat sich auch für einen Gastbeitrag bei mir Zeit genommen: "Entspanntes Einkaufen mit Kindern"


Einkaufen mit Kindern? Manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Auch wenn ich sagen muss, dass ich einkaufen mit nur einem Kind entspannter finde, als wenn ich beide dabei habe, das liegt vermutlich an der inneren (Un)Ruhe. Manchmal geht es halt nicht anders und beide müssen mit. Dem Grossen gebe ich dann ganz gerne Aufträge wie "hole mal 3 Tüten rote Milch" und das Winterkind lässt sich momentan noch am Besten mit frischer Brezel bestechen.
Einkaufen in Frankreich finde ich übrigens generell ein bisschen entspannter. Bei uns wird in der Regel gewartet, bis alle Waren auf dem Band liegen, dann beginnt die Kassiererin (meist herzlich freundlich) erst mit dem einscannen. Man hat auch Zeit, sich die Waren dann wieder in den Korb zu legen, ohne dass das Ganze in einem Marathon endet. Sie nennen Dir erst den Preis wenn Du alles wieder im Wagen hast. Die Unterschiede sind mir erst wieder bei meinem letzten Besuch in Deutschland aufgefallen. Da geht das deutlich stressiger zu oder bilde ich mir das ein?

Und wie sieht das bei Euch aus, geht Ihr gerne einkaufen mit Kindern? Dann freuen wir uns auf Eure Kommentare.

Danke liebe Nicole, für Deinen Gastbeitrag bei Tafjora und Deine Tipps für Entspanntes Einkaufen.
 

Entspanntes Einkaufen mit Kindern

(von Schlaflose Muttis Nicole´s Mama-Blog) Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der es einfach der Horror war, mit meiner Tochter ein Kaufhaus zu betreten. Ständig bettelte sie vor den Regalen und es war mir manchmal schon richtig unangenehm. Heute ist das Einkaufen mit ihr ganz entspannt. Sie fragt zwar auch heute noch hin und wieder ob sie dieses oder jenes bekommt, aber die Zeiten, in denen bei einem "nein" ein Drama ausbrach sind vorbei. Aus diesem Grund möchte ich heute darüber schreiben, wie ich in dieser Zeit mit derartigen Situationen umgegangen bin und wie mein Mann und ich zum Thema Shoppen mit Kindern stehen.

Konsequenz ist nicht gleich Herzlosigkeit

Meine Tochter lieferte in so manchem Einkaufzentrum herzzerreißende Szenen und so manches Mal wurden mein Mann und ich angeschaut als seien wir die herzlosesten Menschen des gesamten Planeten. Natürlich schauten meist nur die Menschen so, bei denen man weit und breit kein eigenes Kind sehen konnte. Aber naja, wir sind "hart" geblieben :) Wir haben im Vorfeld mit unserer Tochter abgesprochen, dass sie sich beim Einkaufen eine Sache aussuchen kann, die wir dann auch kaufen werden. Alles andere bleibt aber im Kaufhaus. Natürlich bettelte sie trotzdem bei allem, was ihre kleinen Händchen greifen konnten und was durch schillernde Farben oder laute Geräusche ihre Aufmerksamkeit erlangte.

Auch wenn wir damals für viele Menschen herzlos gewirkt haben, bin ich heute für diese Konsequenz dankbar. Es hat uns geholfen Grenzen zu stecken, sodass meine Tochter heute zwar noch fragt, ob sie etwas bekommen kann, sie sich aber auch mit einem "nein" zufrieden gibt. Zumindest ist dies meistens der Fall. Hätten wir ihr damals alles gekauft, was sie haben wollte, nur weil sie Terror gemacht hat, wäre das Einkaufen mit ihr heute garantiert auch sehr kompliziert.

Einigkeit mit dem Partner

Was meinem Mann und mir in dieser Zeit immer sehr geholfen hat, war unsere Einigkeit. Wir haben an einem Strang gezogen. Es war egal, bei wem von uns beiden meine Tochter im Kaufhaus bettelte oder gegebenenfalls ausrastete, die Reaktion unsererseits war die Gleiche. Wir blieben auf unserem Standpunkt und im schlimmsten Fall haben wir den Einkauf abgebrochen.

Ich finde es wichtig, diesem Weg gemeinsam mit dem Partner zu gehen, denn sonst wird das Kind lernen, wie es manipulieren kann. Wenn ein Elternteil sich immer breitschlagen lässt, bleibt dies beim Kind nicht unbemerkt und je älter es wird, umso eher wird es merken, bei wem was geht und bei wem nicht.

Abschließend möchte ich anderen Eltern einfach noch mit auf dem Weg geben, dass diese anstrengende Zeit vorüber geht und wenn man konsequent "nein" sagen lernt, wird man bald wieder ganz entspannt und ohne Schreiattacken einkaufen gehen können:)

In diesem Sinne noch einen schönen Tag und liebe Grüße

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen