Dienstag, 15. Juli 2014

Gastbeitrag von Beauty-Mami: Mehrsprachige Erziehung: Die Kinder richtig fördern

Ein weltmeisterliches Lebenszeichen aus meinem Heimaturlaub. (Bin immer noch in Feierlaune!)
Das Wetter wird hier endlich wieder sommerlicher und wir hoffen, dass wir nun auch die Badesachen wieder auspacken können. 
Ab Samstag sind wir dann auch wieder komplett, da kommt der Liebste wieder und da freuen sich natürlich auch die Jungs drauf. 

Heute gibt es hier einen weiteren Gastbeitrag in meiner Sommer-Urlaubsvertretungs-Reihe für Euch. 

Mihaela und ihren wunderschönen und ganz anderen Beauty-Mami-Blog habe ich eigentlich erst über Twitter kennen gelernt. 
Der Name hält was er verspricht, Du findest bei Mihaela nicht nur Beauty-Tipps für lange Wimpern oder gegen Cellulitis, sondern auch Kindermode, tolles Spielzeug oder aus dem Mama-Alltag wenn man sich fragt wann Kinder Süßigkeiten brauchen. Und ich liebe ihre schönen Bilder auf dem Blog. 

Ihre beiden Kids wachsen auch mehrsprachig auf aber sie haben ihren eigenen Weg dafür gefunden, der sich vom letzten Gastbeitrag von Papaleaks unterscheidet. Aber lest selbst. 

Danke Mihaela für Deinen tollen Gastbeitrag!

À bientôt und bis bald, 
Eure
Tanja 


Mehrsprachige Erziehung: Die Kinder richtig fördern

Hallo ihr Lieben,
ich bin Mihaela, eine sehr stolze zweifache Mama und glückliche Ehefrau, die ihre Erfahrungen und Empfehlungen auf dem Blog www.beauty-mami.de mit euch teilt.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei der lieben Tanja, dass sie mir die Möglichkeit gegeben hat, einen Gastartikel für ihren wundervollen Blog zu schreiben. Ich habe ein Thema ausgewählt, dass mich schon seit vielen Jahren intensiv beschäftigt.



Wieso Kinder mehrsprachig aufwachsen sollen? 
Viele Eltern, die im Ausland leben und solche, die unterschiedliche Muttersprachen sprechen, stellen sich früher oder später diese Frage.

Die Gründe für eine bilinguale Erziehung sind viele und unumstritten:
- Jede Sprache ist ein Reichtum! Daher ist man im klaren Vorteil gegenüber den anderen, wenn man mehrere Sprachen hervorragend beherrscht.
- Die mehrsprachige Erziehung fördert die sozialen und die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes.
- Multilingual erzogenen Kindern fällt es leichter in späteren Lebensphasen weitere Sprachen zu lernen.
Wenn man sich dafür entscheidet, das eigene Kind mehrsprachig zu erziehen, muss man sich im Klaren sein, dass es sowohl für die Kleinen als auch für die Großen eine große Herausforderung ist.

Meine Erfahrung:
Da ich lange Zeit mit Vorschulkindern mit Migrationshintergrund gearbeitet und sie sprachlich gefördert habe, habe ich in diesem Bereich genügend Erfahrungen gesammelt, die ich auch bei der Erziehung meiner Kinder umsetzten kann.
Mein Mann und ich haben unterschiedliche Nationalitäten und haben uns deswegen entschieden, diesen Vorteil zu nutzten und unseren Nachwuchs mehrsprachig zu erziehen. Meine Tochter ist fast fünf Jahre alt und spricht mit Leichtigkeit schon drei Sprachen. ( Deutsch, Italienisch und Bulgarisch) Sie kann automatisch die Sprachen wechseln, ohne dabei durcheinander zu kommen. Sie fühlt sich in diesen drei Ländern wie Zuhause und hat gar keine Sprach- und Kommunikationsschwierigkeiten. Das Erfolgsrezept: Wir befolgen einfach konsequent die folgenden Erziehungsmethoden.

Wie gelingt eine mehrsprachige Erziehung am besten?

- Die emotionale Bindung!
Für mich ist das eigentlich der wichtigste Punkt, der eine mehrsprachige Erziehung erfolgreich macht. Wenn ein Kind eine emotionale Bindung zu einer Sprache aufbauen kann, hat es natürlich auch Interesse sie zu sprechen und fleißig zu erlernen. Es genügt nicht, ein Kleinkind nur aus rein intellektuellen Gründen zu zwingen, sich mit einer bestimmten Sprache zu befassen. Es ist empfehlenswert, dass die Kleinen das jeweilige Land, dessen Kultur und Mentalität auch kennenlernen können. Enge Verwandte, Bekannte oder Familienmitglieder, die diese Sprache sprechen, können auch sehr gut dabei helfen, dass das Kind kulturell und emotional den Bezug zu der Fremdsprache findet.

- So früh wie möglich anfangen!
Die Kinder sind wie kleine Staubsauger! Sie saugen instinktiv alles, was sie in ihrer Umgebung sehen und hören, auf. Bis zum Alter von 10 Jahren können sie problemlos und akzentfrei mehrere Sprachen lernen. Deswegen lohnt es sich, so früh wie möglich, mit der multilinguale Erziehung anzufangen.

- Konsequent bleiben und klare Regeln stellen!
Wie gut ein Kind eine Sprache spricht, hängt meistens von den Eltern ab! Sie müssen die Kleinen geduldig unterstützen und ihnen ein gutes Vorbild sein. Wichtig ist:
Jedes Elternteil soll konsequent nur eine Sprache mit dem Kind sprechen. Wenn möglich bitte die Sprachen nicht mischen! Auf diese Weise geben wir den Kleinen die Möglichkeit, sowohl ihren Wortschatz zu erweitern als auch die Grammatik der jeweiligen Sprache richtig zu erlernen.
Es kann vorkommen, dass die Kinder anfangs die Sprachen mischen. Der Grund dafür ist, dass sie noch nicht alle Wörter in allen Sprachen kennen. Die Eltern sollten aber diese Sprachen-Mischung nicht unterstützen, sondern dem Kind die fehlenden Vokabeln beibringen.

- Klare Regeln machen alles leichter! Das Kind soll wissen, wo und mit wem eine bestimmte Sprache sprechen kann. Es ist viel einfacher und nicht so irritierend für die Kleinen, wenn die Mama zum Beispiel die erste Zeit nur "auf französisch" und der Papa nur "auf deutsch" reden. Sonst besteht die Gefahr, dass die Sprachen nur bruchstückhaft und nicht richtig vermittelt werden.
- Spaß anstatt Druck!
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um Kinder handelt. Damit sie auch eine Sprache gerne sprechen, dürfen wir sie keines Falls unter Druckt setzen. Das Zauberwort lautet: "Spielend" lernen! Die mehrsprachige Erziehung sollte man ganz unaufdringlich in dem Alltag der Kinder einbauen.

- Die Kinder fördern und nicht überfordern!
Sobald man merkt, dass das Kind Schwierigkeiten oder sogar Probleme mit einer Fremdsprache hat, sollte man es nicht weiter damit belasten. Wir wollen eigentlich unsere Kinder sprachlich fördern und nicht mental überfordern.
Also liebe Eltern, falls ihr die Möglichkeit habt, schenkt euren Kindern dieses wertvolle Geschenk - die mehrsprachige Erziehung!


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