Freitag, 28. März 2014

Unser Weg zum Osterfest

„Religion können wir dem Kind nicht geben, wir können nur die Voraussetzungen schaffen, dass sie sich entwickelt“
(Maria Montessori)


Ich komme ja aus einer christlichen Familie. Wobei sich das im Laufe der Jahre nicht mehr auf eine feste Richtung oder Institution versteift hat. Es geht vielmehr um das was in der Bibel steht, um den Glauben zu Gott und nicht um katholisch, evangelisch oder was auch immer. 

Meine Eltern haben uns religiös erzogen, weil sie im tiefen Glauben Halt und Sicherheit fanden und ihn auch uns vermitteln wollten. 
Vieles war meinen Eltern dahingehend auch sehr wichtig, vieles davon verstand ich damals nicht, aber rückblickend hat genau dieses Vorleben und diese Vermittlung von Werten mich genau zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und es gibt wenige Dinge in meiner "Erziehung" die ich heute als Erwachsener in Frage stelle oder kritisieren würde. Eigentlich haben sie ziemlich viel richtig gemacht und ich hoffe, dass das meine Jungs irgendwann Jahren auch mal über meinen Mann und mich sagen werden. 

Es ist mir wichtig, dass meine Kinder eben auch so ein "Fundament" für ihren Glauben bekommen.
Wie ich sie kenne, werden sie sowieso ihren eigenen Weg suchen und gehen. 
Was daraus wächst wird sich dann zeigen, aber um es mal biblisch auszudrücken: den Samen dazu will ich aussäen. 
Entscheiden werden sie es dann irgendwann selbst. 

Das große Kind hat jetzt schon viele Fragen, es kommt grad immer mehr und mehr. "Warum trägst Du ein Kreuz, ist Oma jetzt beim lieben Gott?" 
Aber da ja hier im französischen Kindergarten Religion überhaupt kein Thema ist, bin ich mit diesen Themen ziemlich auf mich gestellt. 

Ich halte einfach nichts vom Osterhasen, meine Kinder sollen wissen, warum man Ostern, Pfingsten und Fronleichnam feiert.

Unterstützt werde ich aber von lieben Familienmitgliedern, die sich da oft auch besser auskennen als ich. 

Es ist schön, dieses Interesse von seinem  4-jährigen Kind zu sehen. 
Wir haben zum Beispiel schon eine Spendendose für Arme gebastelt, da gab es eine Geschichte dazu und mein Kind hat seine Spardose geholt und sein Geld geteilt. Es hat ihn so beschäftigt, dass er mir eine Lehmhütte gemalt hat. 

Genau diese Dinge gehören eben für mich auch dazu: an andere denken, den Kindern auch ein Gespür dafür geben, dass es uns gut geht und dies auch zu schätzen wissen. 

Ostern finde ich etwas schwer, kindgerecht zu erklären. 
Aber dieses Jahr hilft mir Elias dabei. Der kam gestern aus Deutschland und ist einfach zu goldig:



Elias erlebt Ostern


Ein wunderschöner Folien-Osterkalender mit 16 Geschichten, nicht länger wie eine Doppelseite. 

Elias ist ein frecher Esel, der sich mit seinem Freund, dem Hirten Damir auf den Weg zu Jesus macht. 
Die Reise ist ein Abenteuer und fast nebenbei erfahren die Kinder über Elias wichtige Teile der Ostergeschichte: 
(Segnung der Kinder, Speisung der Hungernden, Zachäus, der Blinde der wieder sehen kann, Einzug in Jerusalem (unser Palmsonntag), letztes Abendmahl mit den Jüngern, das leere Grab und schließlich Jesus lebt:

- Damir erzählt von Jesus
- Elias und Damir brechen auf
- Jesus und die Kinder
- Die hungrigen Menschen
- Der Mann im Baum
- Der blinde Mann
- Die Eselin aus Betanien
- Einzug in Jerusalem
- Elias und die grünen Blätter
- Die rollenden Münzen
- Vorbereitungen
- Jesus und die Jünger an einem langen Tisch
- Im dunklen Garten
- Wo sind die Jünger?
- Das Grab ist leer
- Jesus lebt!

Dazu wirklich schöne Illustrationen. Keine gruseligen Bilder die vielleicht Angst vor dem Thema machen. 

Wir haben die Ausgabe mit dem Stoffesel und Fensterbildfolien. Da gibt es dann zu jeder Geschichte ein Bild und an Ostern sollte das dann am Fenster in etwa so aussehen:


(Foto: Buchrücken)

Mein Fazit: toller Einstig für kleine Kinder in die Ostergeschichte. Wobei man sagen muss, dass es sehr "Bibel-light" ist, oft fehlt schon so ein bisschen Hintergrund, aber vielleicht fällt mir das auch nur auf. Für ab 4 ist es echt sehr schön gemacht und es regt ja auch dazu an, darüber zu sprechen, nur der Anfang muss ja erst mal gemacht werden. 

Und wie sagte Maria Montessori schon: "Es ist nicht schwer, kleinen Kindern Großes zu vermitteln, denn sie sind in allem groß. Sie nehmen die ganze Welt auf, und so wird nichts, was sie haben, zu viel für sie sein.“ 

Wie geht Ihr daheim oder Euer Kindergarten mit dem Thema Ostern oder ganz allgemein mit Religion um? 
Bin gespannt!

À bientôt und bis Bald!

Kommentare:

  1. Willkommen in der verrückten Bloggergemeinde ;-). Habe Dich heute erst entdeckt und mag Dein Blog. Schade, dass ich Dir nicht folgen kann, bin nicht bei Blogspot.

    LG Dany

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    1. Hallo Dany! Dankeschön! Oh das geht nur wenn man auch auf blogspot ist? Schade! Über Facebook könntest Du mir dann höchstens folgen.
      Hast Du auch einen Blog? Dann würde ich da auch gern mal gucken kommen! :-)
      Lieben Gruß

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