Donnerstag, 16. Januar 2014

Unsere erste Sensory-Box

Soviel Spass für kleines Geld. Unsere erste Sensory-Box

Bisher waren unsere Tage ja irgendwie sehr kurzweilig. Manchmal war der Tag sogar zu kurz, für all die Dinge, die wir so machen wollten. 
Das große Kind haben wir spätestens um 13:20 Uhr aus dem Kindergarten geholt und dann nach dem Mittagsschlaf sind wir meistens raus oder haben uns mit Büchern, Spielen, basteln und Duplo-Steinen beschäftigt. 
Den Großteil der Hausarbeit konnte ich nebenher machen, denn sobald das große Kind daheim war, war das kleine Kind zufrieden und beschäftigte sich damit, neuen Blödsinn beim Bruder abzugucken, seine Bauwerke zu zerstören oder einfach das ganze Spielzeug vom Großen auszuprobieren. 
Zumindest dann, wenn das große Kind die Wutmännchen im Schrank versteckte, mal gerne lieber Bruder war und seine Spielsachen großzügig teilte. 
Manchmal geht das gut, manchmal knallen die Türen, der Große schmeißt den Kleinen raus, und will alleine sein. ("Geh weg Du Zerstörer!!!) 
Kann man ja durchaus auch irgendwie verstehen. 

In den Weihnachtsferien hat mein großes Kind dann beschlossen, dass er gerne den ganzen Tag in der ecole maternelle (so heißt der Kindergarten hier in Frankreich) bleiben will. 
Von 08:20 Uhr bis 16:20 Uhr. So sind die Zeiten hier und eigentlich bleiben alle Kinder so lange, wenn sie mit 3 Jahren hier anfangen. 
Flexible Abholzeiten gibt es nicht, also entweder bis Mittag oder eben den ganzen Tag. 
Wir haben es unserem Sohn überlassen, wie lange er bleiben möchte, da ich ja eh daheim bin.
Und für den Anfang, waren die halben Tage in Ordnung. Immerhin konnte er kein Wort Französisch und an der ecole konnte niemand deutsch. 
Nach über einem Jahr ist er jetzt also angekommen und will länger bleiben. 

Das ist sogar für mich als Mama am Anfang echt ungewohnt gewesen! 8 Stunden ohne meinen Wirbelwind! Es war schon wieder so ein kleines bisschen loslassen. Positiv natürlich. Aber trotzdem loslassen. 

Tsja und nun sind die Tage aber auch für mich wieder länger. Denn das kleine Kind wird größer, entdeckt die Welt und vermisst seinen Bruder, denn mit dem ist immer was los. 

Ideen müssen her, denn das kleine Kind entwickelte sich langsam zum quengelnden "Mama-gib-mir-was-zum-entdecken-mir-ist-laaaaangweilig!"

Und da ich gerne auf Pinterest nach Anregungen und Ideen für fast alles stöbere, kam mir die Idee mit der Sensory-Box. 

Geeignete Box mit Deckel gab es in unserem Supermarkt für 8,95 Euro. Weiße Bohnen und los geht's. 
Der Nachmittag war gerettet. Es war faszinierend, wie ihm immer neue Ideen zum ausprobieren kamen. Umschütten, löffeln, in verschiedene Gefäße füllen, schütteln. Wir haben Schuhe und Strümpfe ausgezogen und er ist lachend über die Bohnen gelaufen. 
Wir haben uns mit der Kiste über eine Stunde beschäftigt, ganz schön lange für sein Alter.

Als dann sein Bruder vom Kindergarten heim kam, stürzte auch er sich voller Neugier auf diese neue Kiste und der Spass ging nochmal von vorne los- bis zum Abendessen. Witzig auch, was das große Kind dann für eigene Ideen entwickelte.   
Er versuchte zum Beispiel die Bohnen  mit einer kleinen Zange aufzupicken, befüllte sich verschiedene Gefäße, schüttelte, "kochte Kantinenessen für den Kindergarten" und zum Schluss war es dann eine Kiesgrube für "Baggy und Buddel".
Und das kleine Kind beobachtete fasziniert und war wieder ebenso zufrieden. 
Ein gelungener Nachmittag und ich glaube unsere Box wird noch öfter zum Einsatz kommen. 

Fazit: so viel Spass für kleines Geld. 

Habt Ihr auch solche Boxen? Mit was befüllt und bespielt Ihr diese? Oder welche Ideen habt Ihr für langweilige Nachmittage?

Schönen Nachmittag, Welt!


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