Freitag, 10. Januar 2014

(Keine) Schlafprobleme Teil 2 - das Floor Bed nach Montessori

Schlafprobleme? Fall 2

Gestern habt Ihr ja die Schlafenssitution von Kind 1 kennengelernt.
Momentan ist Papa also beim großen Kind im Bett.
Denn Mama liegt noch beim kleinen Mäuschen im "Floorbed"

Womit wir auch schon beim "2. Fall" wären. (Das klang nämlich so lustig im gestrigen Eltern-Post)

2. Fall: das Baby im eigens für ihn gebauten "Floorbed"

Da schläft das fast 13 Monate alte Schmusebaby nun seit er mit 9 Monaten für das Familienbett zu aktiv wurde und das Gitterbett laut und herzergreifend verweigerte.

Als mein Winterkind im
Dezember 2012 auf die Welt kam, waren wir durch unseren Löwenjungen schlafenstechnisch ja auf das Schlimmste vorbereitet. Aber jedes Kind ist eben DOCH anders und so waren wir angenehm überrascht, wie leicht es uns dieses Wunschbaby machte. Meistens schlief er schon beim stillen ein. Die ersten 3 Monate hatten wir zwar auch hin und wieder abends mal Bauchschmerzen mit Fliegergriff, Wärmflasche und Fencheltee in Griff zu bekommen, aber das war im Vergleich zu den Koliken seines Bruders echt harmlos.

Im Stubenwagen schlief er nicht wirklich, er war auch etwas größer als sein Bruder und er wirkte irgendwie viel zu groß für den Korbwagen in dem ich schon einst angeblich so selig schlummerte. (Schlafprobleme gab es damals angeblich kaum)
Trotzdem brauchte er aber viel Nähe- und zwar ausschließlich von Mama. Einschlaftechnisch ist Papa nämlich bis heute keine Alternative.

Er schlief also abends bei mir im Stillkissen ein und ich ließ ihn dort schlafen bis 23 Uhr, dann nuckelte er etwas und ich legte ihn in sein Bett wo er dann auch meistens dann durchschlief bis 5 oder 6 Uhr.

Tagsüber schlief er viel und gerne im
Kinderwagen. Ich hatte trotz Baby ganz viel Zeit für das große Kind, was auch wichtig war.
Aber abends, so schien es, holte er die Nähe dann nach und war nur durch mich zu beruhigen und schlief auch nur bei mir ein, egal wie müde er auch war.

Als er sich dann drehen und rollen konnte, und er einfach wacher und neugieriger wurde, war diese schöne Phase leider vorbei und er schlief nicht mehr in seinem Bettchen.
Sobald er im Gitterbettchen lag, wachte er auf und brüllte. Wach hinein legen ging auch nicht. Das war der absolute Horror für ihn. Was tun?
Wir kauften also ein Balkonanbaubettchen, denn neben mir im Bett schlief er wunderbar. Und ich auch wieder. Beide Herzenskinder bei mir.
Doch auch die kleinsten Babys werden viel zu schnell groß. Und mit 9 Monaten krabbelte er und ich hatte Angst, ihn bei uns im Bett zu lassen.
Wir holten sein Bettchen zu uns rüber- aber es war absolut kein Schlaf darin möglich. Er mochte nicht mal diese verdammt teure und geniale Wasserbettmatratze seines Bruders.
Aber ich beobachtete, dass er sich öfters auf die Matratze in seinem Zimmer hinlegte um da mit seinem Schmuse-Kissen zu kuscheln.
Wir zogen dann also versuchsweise um auf seine Matratze. Ich dachte erst:
" O Gott, jetzt lässt du dein Baby auch noch auf dem Boden schlafen!!!!
Wie ich dann aber auf meinem Lieblings-Blogg "Eltern vom Mars" nachlas, war es aus Sicht von Maria Montessori genau das Richtige.
Ich googelte und recherchierte auf Pinterest nach Montessori Kinderzimmern. Die Matratze ist da völlig normal.
Ich wollte ihn aber nicht nur auf einer Matratze schlafen lassen. Es sollte trotzdem komfortabel, rutschfest und stabil sein, luftdurchlässig auch wegen der Hygiene.
Und so bekam dann mein Mann einen Auftrag:

Bitte baue Deinem Sohn ein Floorbed/Bodenbett. Wo er alleine rein und raus kann und welches groß genug ist, dass Mama zum stillen dazu liegen kann.
Und mein Mann baute es und was soll ich sagen?
Wir lieben es. Es ist perfekt.
Wenn Schlafenszeit ist, oder er mittags müde wird, krabbelt oder läuft er rein und legt sich hin.
Aber ohne Mama geht auch das Floorbed nicht. Muss es aber auch nicht, denn ich schlafe gerne neben meinem Sohn. Wir haben halt grad "getrennte Familienbetten". Wissen aber beide, dass es nur auf
Zeit ist und es ist ok so für uns. Und so wie der kleine Mann schon klettert, können wir auch bald wieder in's große Familienbett umziehen.

Schlafensprobleme macht man sich meiner Meinung nach selbst. Man muss es annehmen. Jedes Kind ist anders und für mich ist die liebevolle Begleitung in den Schlaf kein Verwöhnen sondern gehört für mich dazu. Und ich kenne auch kein Kind, das mit 16 noch bei seinen Eltern im Bett schläft.  (Höchstens es hat vielleicht den 1. Liebeskummer oder so)

Aber was für uns der beste Weg ist, muss nicht für jeden der Beste sein. Zu uns passt es und fühlt sich (fast immer) gut an.

Und wie seid Ihr so gebettet?


Gute Nacht Welt und süsse Träume!







UPDATE!!!!!!!!!!!!!   SIEHE AUCH  Wie man sich bettet....



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